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Karriere: Gute Aussicht für den Facharzt
Fachärzte sind gefragt wie nie. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 haben sich die Stellenausschreibungen verdoppelt. Über die Karrierechancen von Fachärzten sprach Ingrid Rebmann von der Personalberatung mainmedico, Frankfurt am Main, beim Karriereforum Deutsches Ärzteblatt auf der MEDICA. 19.11.2008

Ingrid Rebmann beim Karriereforum
"Deutsches Ärzteblatt" auf der
MEDICA © Messe Düsseldorf 2008
Der Grund für die große Nachfrage ist einerseits ein gestiegener Personalbedarf in Kliniken. "Krankenhäuser sind nicht nur für die Rundum-Versorgung zuständig, sondern spezialisieren sich zunehmend in einzelnen Bereichen. Und dazu brauchen sie qualifiziertes Personal", erklärt Rebmann. Auf der anderen Seite werden Stellen heute nicht mehr so stark über Initiativbewerbungen oder hausintern vergeben wie noch vor einigen Jahren. Das führt dann zu mehr Stellenausschreibungen, nicht nur im Deutschen Ärzteblatt.
Doch in den Fachbereichen gibt es erhebliche Unterschiede. Die großen Hauptfächer Innere Medizin und Chirurgie benötigen viel Personal, erhalten aber auch viele Bewerbungen. Anders sieht es im Fachbereich Psychologie und Neurologie aus. Dort herrscht nämlich ein Fachkräftemangel. Ein besonders großer Nachfrageboom an Fachkräften besteht dagegen in der Gynäkologie. Und dort ist auch ein Trend erkennbar, den die gesamte Medizin betrifft: Die Feminisierung. "75% aller Fachanträge in der Gynäkologie kommen von Frauen", sagt Rebmann.
Bei den Assistenzärzten sind inzwischen die Hälfte Frauen. 31 Prozent der Klinik-Fachärzte sind inzwischen ebenfalls weiblich, aber nur elf Prozent der Chefärzte. In Deutschland machen immer noch die Männer Karriere, obwohl viele Frauen die gleiche Qualifikation haben. "Das ist ein strukturelles Problem", sagt Rebmann. Oft gibt es noch klassische Arbeitszeiten und weniger flexible Modelle, in denen man zum Beispiel Kind und Karriere unter einen Hut bringen könnte. Allerdings gibt es schon viele Kliniken, die genau daran arbeiten.
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