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Cyberknife- Behandlung auch bei Beckentumoren
Thema des Monats August: Der Bewegungsapparat
Cyberknife- Behandlung auch bei Beckentumoren
Behandlungen von Tumoren am Kreuzbein und dem knöchernen Becken sind in der onkologischen Therapie des Muskel- und Skelettsystems besonders schwierig. Eine Studie zeigt jetzt, dass die Cyberknife-Behandlung eine Alternative zur Operation sein kann. 01.08.2009

Eine Patientin bei der Cyberknife-
Behandlung in München; © Klinikum
der Uni München
Insgesamt wurden für die Studie 51 Läsionen bei 38 Patienten behandelt. An der Untersuchung auch die Abteilung für Tumororthopädie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München beteiligt. Die Forscher konnten erstmals zeigen, dass aufgrund eines neuen Berechnungssystems zur Positionsbestimmung die Behandlung ohne das belastende Einbringen von Metallmarkern oder Schrauben jetzt auch im Bereich von Kreuzbein und Becken möglich ist.
Die Steuerung der Bestrahlungseinheit orientiert sich ausschließlich an knöchernen Strukturen. Für ausgewählte Fälle ist die Behandlung schonender für den Patienten und zugleich sicherer als eine klassische Operation. Zudem erfolgt die Behandlung komplette ambulant, ein stationärer Aufenthalt in der Klinik entfällt, wodurch auch die Kosten unter denen bleiben, die bei einer OP anfallen.
Bei der Cyberknife-Technologie handelt es sich um die derzeit innovativste Photonentherapie. Die wichtigste Aufgabe der Strahlenchirurgie ist die hoch präzise Bestrahlung eines exakt festgelegten Zielvolumens. Dabei sollen die gesunden Körperteile in der Tumorumgebung so wenig wie möglich von Strahlen getroffen werden. Um dies zu erreichen, wird zuerst ein Bestrahlungsgerät mit geeigneter Strahlenart und Energie gewählt und die Tumorregion aus verschiedenen Richtungen bestrahlt. Bei der flexiblen Cyberknife Technologie rotiert die Bestrahlungseinheit um den Patienten.
Durch die ionisierende, hochenergetische Photonen-Strahlung, die in einem Beschleuniger erzeugt werden, werden in den Tumorzellen Schäden am Erbgut verursacht, die letztlich zum Zelltod führen. Die Cyberknife Technologie steuert dabei die Bestrahlung so, dass die für die Krebszellen tödliche Dosis nur im Zielgebiet, also den Tumor, erreicht wird, das umliegende, gesunde Gewebe jedoch verschont bleibt. Meist reicht eine einzige ambulante Behandlung mit einer mittleren Dauer von maximal 60 Minuten aus.
MEDICA.de; Quelle: Klinikum der Universität München












