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MEDICA Update - Rückblick 2009
Behandlung wird immer schonender
MEDICA Kongress: Beim Pressegespräch am Mittag wurden aktuelle Entwicklungen bei der Diagnostik und Therapie von Brustkrebs diskutiert.18.11.2009

Pressegespräch des MEDICA
Kongress;© Messe Düsseldorf
"Seit einigen Jahren sinken die Todesfälle bei Brustkrebspatienten stetig. Diese rückläufige Entwicklung ist vor allem der rechtzeitigen Früherkennung und den verbesserten Behandlungsmethoden zu verdanken" - mit diesen Worten eröffnet Thorsten Kühn, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Städtischen Kliniken Esslingen, das Pressegespräch des MEDICA Kongress. Er weist darauf hin, dass in der Chirurgie inzwischen viel schonender gearbeitet werden könne. Auch die Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion wären weiter entwickelt worden.
Obwohl Experten darüber diskutieren, wie sicher und sinnvoll Mammographie wirklich ist, betont Kühn, dass sie nach wie vor "den Goldstandard der Früherkennung" darstelle. Zur zusätzlichen Diagnostik könne der Ultraschall mit heran gezogen werden: "Gerade weil mit dem Ultraschall noch andere Schwerpunkte gesetzt werden können, bildet er zusammen mit der Mammographie die perfekte Kombination", sagt Kühn.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Brustkrebstherapie sei die medikamentöse Behandlung. Sowohl Hormontherapie als auch Chemotherapie würden hier gute Ergebnisse erzielen. Neueste Behandlungstechniken arbeiten mit Medikamenten, die gezielt die Tumorzellen in der Brust zerstören - ohne jedoch das umliegende gesunde Gewebe anzugreifen.
Am Ende seines Vortrages fasst Kühn zusammen, dass die Brustkrebstherapie viele Disziplinen vereine und daher sehr komplex sei. "Aus dem Praxisalltag wird außerdem deutlich, dass die Behandlung von Brustkrebs in den letzten Jahren viel schonender, effektiver und zielgerichteter geworden ist", so Kühn.
Nadine Lormis
MEDICA.de
