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MEDICA Update - Rückblick 2009
Einmal durch Gehirn und Prostata
Zwei riesige Augen blicken ins CCD Süd. Sie gehören aber nicht zu einem Alien, sondern zu einem überdimensionalen Gehirnmodell, das zusammen mit anderen begehbaren Organen Station auf der MEDICA machte. 21.11.2009

Begehbares Gehirn im CCD Süd;
© Messe Düsseldorf
„2005 wurde unser Darm geboren“, erklärt Dagmara Bruchalska. Die Projektmanagerin der Kongress- und Kulturmanagement GmbH kann interessierten Besuchern viel Interessantes über die detailgetreuen Organe erzählen. So auch über die Idee der Modelle. „Wir wollten vor allem Patienten und medizinischen Laien die Komplexität der Organe anschaulich näher bringen“, erklärt sie. Und zwar bei Tagungen und Kongressen, aber auch beim Tag der offenen Tür in Krankenhäusern.
Jedes der Modelle ist unter wissenschaftlicher Anleitung entstanden. „In Zusammenarbeit mit einer Koryphäe auf dem jeweiligen Gebiet planen und realisieren wir die Organe“, sagt Bruchalska. So war an der Entwicklung des Gehirns maßgeblich ein Neurologie-Spezialist beteiligt. „Eigentlich wollten wir auch ein Herz mitbringen, aber das passt leider nicht hier ins CCD“, erklärt die Projektmanagerin mit Bedauern.
Die Messe habe alles versucht, um das Herz von viereinhalb Metern Höhe doch noch irgendwie ins Kongresscenter zu bekommen, aber leider war da nichts zu machen. Vielleicht ist das Herz im nächsten Jahr mit dabei und findet seiner Größe entsprechend einen Ehrenplatz im Innenhof.
Dafür konnten sich die Besucher neben dem Gehirn ein Bild von der begehbaren Prostata machen, einer überdimensionalen Niere und ein riesiges Gefäßmodell ansehen, das jüngste Mitglied der Organ-Sammlung. Aber nicht nur die Größe der Modelle fasziniert die Besucher, sondern auch die Interaktivität. So können Bausteine, die Tumore darstellen, herausgenommen werden. Fühlbar sind die Organe auch. Areale, an denen sich Gewebe befindet, sind weich wie Schaumstoff, andere Bereiche, wo sich Knochen befinden, hart wie Stein. Diese detailgetreue Darstellung begeistert alle: vom Kind bis zum Erwachsenen, vom Patienten bis zum Arzt.
Simone Heimann
MEDICA.de

