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Fit mit dem Internet

Fit mit dem Internet

Foto: Frau läuft

Die meisten Menschen bewegen sich zu wenig. Dem wollen Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) mit dem Personal Health Manager entgegenwirken: 250 bis dahin inaktive Personen im Alter von 35 bis 65 Jahren testeten sechs Monate lang das Bewegungsprogramm. Sie wurden über das Internet angeleitet und betreut. In dem persönlichen Bereich der PHM-Internetplattform erhielt jeder Programmteilnehmer einen Bewegungsplan, Tipps und Feedback. Absolvierte Einheiten konnten auf der Internetseite in einem Trainingskalender dokumentiert werden.

Betreuer beobachteten diese Dokumentationen und unterstützten die Aktiven, wenn Unzufriedenheit, Fragen, starke Abweichungen vom gesundheitsförderlichen Umfang oder andere Auffälligkeiten auftraten. Die Probanden passten den Bewegungsplan an ihre Bedürfnisse individuell an: Ort und Zeit der Aktivität sowie die Sportart legten sie selbst fest.

Die Studie belegt, dass ein internetgestütztes Bewegungsprogramm Erfolg hat. Im Durchschnitt steigerten die Probanden sowohl die sportliche als auch die alltägliche Aktivität in hohem Maße, wobei die Alltagsaktivität einen deutlich größeren Anteil an der Gesamtaktivität der Teilnehmer hat. Um das zu ermitteln, werteten die Wissenschaftler die Dauer, Intensität und Häufigkeit der Alltags- und Sportaktivität aus, die die Teilnehmer dokumentierten. Hinzu kamen noch die Daten der Pulsuhren und Angaben der Trainer.

Außerdem ermittelten die Forscher den Grad der Verhaltensänderung. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Verhaltensänderung über fünf Stufen vollzieht: Vom ersten Nachdenken und ersten Schritten über gezielte Aktivitäten und schließlich dauerhaftes Ausüben des neuen Verhaltens. Im Testlauf konnte bei den Teilnehmern des PHM-Programms eine signifikante Verbesserung festgestellt werden. 35 Prozent der Teilnehmer stiegen um mindestens eine Stufe auf.

Die Betreuung über das Internet macht das PHM-Programm für den Teilnehmer flexibler und für den Betreuer weniger aufwendig. „Dadurch ermöglicht der PHM Unternehmen oder Krankenkassen auch sehr große Teilnehmergruppen effizient zu betreuen“, beurteilt Projektleiter Professor Leimeister vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität München

 
 

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