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Sensoren als Patienten-Schutzengel
22.03.2002
Der Patient der Zukunft wird durch Sensoren überwacht, während sein Arzt alle relevanten Informationen über das Internet abrufen kann. So der Plan eines Forschungsverbunds. Die Federführung an diesem Projekt "Personal Health Monitoring" liegt beim Institut für Informationsverarbeitung der Universität Karlsruhe.
Vier Parameter, die über den Gesundheitszustand Auskunft geben, sind derzeit für das Personal Health Monitoring ins Auge gefasst. Am weitesten gediehen sind die belastungsfreie Messung des Blutdrucks und die berührungsfreie Bestimmung des Augeninnendrucks. Mehr Entwicklungsarbeit erfordern Sensoren, die den Blutglukosegehalt nicht-invasiv bestimmen. Schließlich sollen Atemgeräusche diagnostisch nutzbar gemacht werden, beispielsweise um drohende Asthmaanfälle möglichst frühzeitig zu erkennen.
Bei einer kontinuierlichen, womöglich in Echtzeit realisierten Überwachung entstehen enorme Datenmengen, die sehr viel teure Übertragungszeit in Anspruch nehmen würden. Außerdem wären die Informationen unaufbereitet wenig geeignet, die ärztlichen Entscheidung zu unterstützen. Das tragbare digitale System soll deshalb die Daten komprimieren und so bearbeiten, dass sie für eine rasche medizinische Diagnostik brauchbar sind. Für den Patienten ist dazu eine Kombination aus einem PDA, einem persönlichen digitalen Assistenten, und einem Mobiltelefon vorgesehen, das die vorverarbeiteten Daten in ein Patientendaten-Managementsystem exportiert.
Damit verbunden ist eine Reihe von Anforderungen. Der Energiebedarf muss möglichst gering gehalten werden, um Batterien oder Akkus nicht allzu schnell zu leeren. Die auf dem zentralen Datenbankrechner eintreffenden Informationen müssen eindeutig bestimmten Patienten zuzuordnen sein, und der Zugang soll Berechtigten offen stehen, aber allen Unbefugten versperrt bleiben. Im Projektverbund werden deshalb unter anderem Schnittstellen auf der Grundlage des "Blue Tooth Protokolls" entwickelt.
MEDICA.de; Quelle: Universität Erlangen












