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Kinder überstehen die Infektion besser

Kinder überstehen die Infektion besser


Nachdem die Gefahr einer SARS-Epidemie weitgehend gebannt ist, werden nun immer weitere Teilaspekte dieser Infektionserkrankung aufgearbeitet. Wissenschaftler aus HongKong haben eine Studie veröffentlicht zu den klinischen, labormedizinischen und radiologischen Merkmalen des SARS bei Kindern.

In diese retrospektive, deskriptive Studie flossen die Daten von 21 Kindern im Durchschnittsalter von 10,7 Jahren ein, die in der ersten Jahreshälfte 2003 in einem regionalen Krankenhaus von HongKong wegen eines gesicherten SARS behandelt wurden. Hauptsymptome der Infektion waren Fieber, nicht-produktiver Husten, Übelkeit, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Bei der Auskultation der Brust konnten nur geringe Befunde erhoben werden.

Im Labor zeigten sich eine Lymphopenie, Thrombozytopenie und gering Erhöhungen unter anderem von Alanin-Transaminase, Laktatdehydrogenase und Kreatin-Phosphokinase. Bakteriologische und virologische Untersuchungen konnten keine weiteren Krankheitserreger nachweisen. Unilaterale, fokale Verdichtungen waren der übliche Befund beim Röntgen des Brustraums. Bei negativen radiologischen Befunden konnte hoch-auflösende Computertomographie meist weiter helfen.

Der klinische Verlauf war bei den Kindern im Durchschnitt gesehen weit weniger schwer als bei Erwachsenen. Heranwachsende ab zwölf Jahren zeigten jedoch ein ähnlich schweres Krankheitsbild wie die Erwachsenen. Im Vergleich zu den Kindern hatten die Heranwachsenden signifikant höheres Fieber, waren stärker allgemein beeinträchtigt und benötigten mehr Steroide in der Behandlung. Kinder unter zwölf Jahren waren zwar weniger stark krank, husteten aber mehr. Insgesamt war die Prognose bei den infizierten Kindern und Jugendlichen recht positiv.

Bild: Kinder stecken eine SARS-Infektion deutlich leichter weg als Erwachsne; © NCI Visuals Online

MEDICA.de; Quelle: Pediatric Critical Care Medicine 2003, Vol. 4, S. 279-283

 
 
 

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