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Bildgebungsverfahren: Bessere Serviceleistungen für neuen Schwung am Markt

Europamarkt für Dienstleistungen im Bereich medizinischer Bildgebungsverfahren


Die Wartung und Instandhaltung von Instrumenten für die medizinische Bildgebung ist und bleibt ein notwendiges Übel für medizinische Institutionen, um Ausfallzeiten, Umsatzeinbußen und lange Wartelisten zu vermeiden. Der Abschluss umfassender Servicevereinbarungen nach Installation eines Systems reißt jedes Mal aufs Neue ein Loch in die Klinik-Budgets. Entsprechend schwer haben es die Diensteanbieter, dem finanziellen Druck von Seiten des öffentlichen Gesundheitswesens und der Krankenversicherungsgesellschaften standzuhalten und Rentabilitätspotenzial zu entwickeln. Laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://frost.com) zeichnen sich nun jedoch Veränderungen ab, die wieder neuen Schwung in den Markt bringen könnten.

Während der Markt traditionell dadurch geprägt war, dass die OEMs die von ihnen installierten Systeme selbst betreuten, ist derzeit eine neue Generation von Service-Lösungen in Form von Multivendor-, Shared- und Managed Services auf dem Vormarsch. Im Zuge dieser Entwicklung wird auch das Outsourcing von Service- und Wartungselementen in der Radiologie an einen Drittanbieter immer interessanter. Neue Serviceportfolios umfassen Zusatzleistungen wie kontinuierliche Schulungen, Beratung und gute Erreichbarkeit außerhalb der Geschäftszeiten und decken daher den Bedarf der Kunden weitaus besser ab als bisher.

Alternativlösungen stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung

Was die Umsätze betrifft, sei von einer Steigerung von derzeit 1,19 Milliarden US-Dollar auf 1,27 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 auszugehen. "Grundsätzlich ist es jedoch schwierig, das Marktpotenzial in Zahlen auszudrücken, weil die flexiblen Dienste noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung stehen," schränkt Sohail Sheikh, Programme Manager bei Frost & Sullivan, ein. "Außerdem müssen wir abwarten, ob sich die Alternativlösungen in ganz Europa durchsetzen können - schon deshalb, weil die meisten medizinischen Einrichtungen aufgrund der engen Budgets zunächst einmal Zurückhaltung üben werden. Da müssen OEM-Service-Center und -Abteilungen ebenso wie Drittanbieter einiges an Überzeugungsarbeit leisten."

Negative Auswirkungen auf die Umsätze bis 2009 zu erwarten

Im Zuge der Kostensparmaßnahmen im Gesundheitswesen werden in Kliniken und anderen medizinischen Institutionen momentan Systeme für Risikoanalyse und -management implementiert. Diese Methoden sollen dazu beitragen, die Ausgaben zu reduzieren und in unterschiedlichen Bereichen die Prozesse zu vereinheitlichen. "In diesem Zusammenhang werden Radiologieabteilungen und Klinikverwaltungen auch bemüht sein, die Preise für individuelle Serviceverträge zur Wartung ihrer Bildgebungsgeräte zu drücken. Diese Entwicklung wird sich mindestens bis 2009 negativ auf die Umsätze auswirken," so Sheikh weiter.

Effizienter Service per Fernzugriff

Um neue Angebote für die Kunden attraktiv zu machen, empfiehlt Frost & Sullivan den Dienstleistern, den Trend zur Installation externer Diagnostikzentren und zur Erweiterung des Know-hows in den Bereichen geplante, präventive und reaktive Instandhaltung an einem externen Standort weiter auszubauen und damit auf der Basis von Fernzugriff und Netzwerkkonnektivität einen hochwertigen und kosteneffizienten Service zu bieten. Gleichzeitig würde damit der Kundenwunsch nach einem interaktiveren Ansatz erfüllt.

GE , Philips und Siemens Medical haben den Markt fest in ihrer Hand

Der Europamarkt für Dienstleistungen im Bereich medizinischer Bildgebungsverfahren wird von den drei großen OEMs GE Medical Systems, Philips Medical Systems und Siemens Medical Systems dominiert, die derzeit gemeinsam 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaften. Modernste Technologie in ihren Service-Centern, eine große Anzahl von Außendiensttechnikern (Field Engineers), eine immense installierte Basis an medizinischen Bildgebungsgeräten und ein hohes Maß an Kundenloyalität sind nur einige der Merkmale, durch die sich die drei Top-Player von der Konkurrenz abheben. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Kontext laut Frost & Sullivan das Angebot von Multivendor-Services, inklusive der gesamten Bandbreite an Bildgebungsmodalitäten.

Lokale Dienstleister bleiben wettbewerbsfähig

Eine weitere Wettbewerbergruppe bilden Marktakteure wie beispielsweise Toshiba Medical Systems, die ausschließlich Serviceleistungen für ihre eigenen Geräte anbieten. Andere Player wie die Verkäufer von Ultraschall-Systemen wiederum sind auf eine einzige Modalität beschränkt. Recht gut behaupten kann sich eine Vielzahl von kleinen lokalen Dienstleistern, die sich häufig auf eine einzige Region und ganz bestimmte Bildgebungsverfahren konzentrieren und aus diesem Grund wettbewerbsfähig bleiben.

Nur neue Technologien versprechen Wachstum

Was die installierte Basis an Bildgebungsmodalitäten betrifft, sind viele Bereiche in der Radiologie bereits nahezu gesättigt. In Deutschland und Skandinavien beispielsweise machen Ersatzbeschaffungen den Löwenanteil des Marktes aus, was auch den Service-Sektor nachhaltig negativ beeinflusst. Richtig gute Wachstumsaussichten bieten laut Frost & Sullivan lediglich relativ neue Technologien wie beispielsweise die PET-Scanner, die momentan Einzug in die Kliniken halten.



Titel der Analyse:
Medical Imaging Equipment Services: Analysis of the European Markets
(Report B133)



Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.

Ständig aktualisierte und ausschließlich von dem Expertenteam von Frost & Sullivan verfasste Nachrichten aus der Medizin finden sich im Internet unter http://healthcare.frost.com.


Weitere Informationen:

Katja Feick
Public Relations Manager
Healthcare Group
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
katja.feick@frost.com


www.healthcare.frost.com

 
 

( Quelle: Neue Analyse von Frost & Sullivan )

 
 

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