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Sekundenschlaf als häufigste Unfallursache

Sekundenschlaf als häufigste Unfallursache

22.03.2004
Spectaris e.V., Verband

Jeder vierte Verkehrsunfall wird von Fahrern verursacht, die am Steuer einnicken. Damit ist Müdigkeit die häufigste aller Unfallursachen. Ursache für den Sekundenschlaf ist in vielen Fällen die Krankheit Schlafapnoe, wie die Initiative Gesunder Schlaf (IGS) informiert.

Experten gehen davon aus, dass Müdigkeit insgesamt 25 Prozent aller Unfälle im Autoverkehr verursacht. Sie ist damit die häufigste nachweisbare Unfallursache und übertrifft die Anzahl der durch Alkohol und Drogen ausgelösten Unfälle. Dennoch gelten Schlafstörungen als Bagatelle und finden beim Arztbesuch häufig keine Beachtung. Die Konsequenz ist, dass die Patienten weder ausreichend diagnostiziert noch behandelt werden. So sind weniger als 40 Prozent der Schlafapnoe-Patienten tatsächlich in Behandlung. Der volkswirtschaftliche Schaden ermüdungsbedingter Unfälle ist hoch, in Deutschland wird er auf 20 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Gerade im Straßenverkehr ist Schlafapnoe ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Fährt man mit einer Geschwindigkeit von 100km/h, so legt man während einer Sekunde Schlaf 28 Meter blind und reaktionslos zurück. Daher ist ein unbehandelter Schlafapnoiker in keiner Führerscheinklasse zur Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen. Behandelte Schlafapnoiker dürfen nur unter der Bedingung regelmäßiger Kontrolle ein Auto führen. Ist der Sekundenschlaf von Schlafapnoikern die Ursache eines Unfalls, muss die Versicherung zudem nicht zahlen.

In Deutschland sind ca. 2,5 Millionen Menschen und damit 2-4 Prozent der 20-60 jährigen von Schlafapnoe betroffen. Bei der Schlafapnoe kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atemaussetzern. Die Folgen des verminderten Sauerstoffgehaltes im Blut sind gravierend. Das Tückische ist, dass die Betroffenen überhaupt nicht wissen, dass sie unter Schlafapnoe leiden. Die Patienten merken nur, dass Sie unter chronischer Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen und verminderter Leistungsfähigkeit leiden. Die Konzentrationsfähigkeit lässt deutlich nach und erhöht das Risiko eines Unfalls durch "Sekundenschlaf" um ein Vielfaches.

Ziel der Initiative Gesunder Schlaf (IGS) ist es daher, in der Gesellschaft neben der Aufklärung über die Volkskrankheit Schlafapnoe die Informationsdefizite in der gesamten Bevölkerung abzubauen und gefährdete bzw. betroffene Personen frühzeitig zu einer Diagnose und Therapie zu bewegen. Denn eine rechtzeitige Therapiezuführung würde nicht nur die Therapiekosten senken, sondern auch hohen volkswirtschaftlichen Schaden vermeiden. Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe wird der Patient in ein Schlaflabor überwiesen. Hier wird eine Schlafuntersuchung durchgeführt, um die Therapiemaßnahmen einzuleiten. Die wirkungsvollste Therapie ist heute die Behandlung mit Atemtherapiegeräten.

Unter www.initiative-gesunder-schlaf.de finden Interessierte tiefergehende Informationen zur Volkskrankheit "Schlafapnoe", sowie einen Flyer zum Download. Dieser Flyer wird auf Anfrage auch gerne kostenlos verschickt.


Pressekontakt

Kristina Schneider
Fon: +49 (0)221 94 86 28 - 43
Fax: +49 (0)221 94 86 28 - 80
schneider@initiative-gesunder-schlaf.de
www.initiative-gesunder-schlaf.de

Initiative Gesunder Schlaf
Kirchweg 2
50858 Köln

 
 

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