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Antiasthmatika auch für Schwangere

Antiasthmatika auch für Schwangere


Die neuen Leitlinien sollen in den nächsten Monaten offiziell vom US-amerikanischen "National Asthma Education and Prevention Program" herausgegeben werden, das zum "National Heart, Lung and Blood Institute" gehört. Die letzte Überarbeitung dieser Leitlinie stammt aus dem Jahre 2002.

Die neuen Empfehlungen fokussieren sich vor allem auf die pharmakologische Behandlung asthmatischer Schwangerer. Dazu wurden 6.113 medizinisch-wissenschaftliche Artikel aus den Jahren 1990 bis 2003 analysiert. Die neuen Leitlinien empfehlen unter anderem, Schwangeren mit mildem, intermittierendem Asthma kurz wirksame, inhalative Beta-2-Agonisten zu verschreiben, am besten den Wirkstoff Albuterol. In den vorherigen Version der Leitlinie war noch Terbutalin als Wirkstoff erster Wahl genannt worden. Bei mildem persistierendem Asthma, so die Experten weiter, sollten niedrig dosierte inhalative Kortikosteroide verschrieben werden, vorzugsweise Budesonid. Der zuvor empfohlene Wirkstoff Cromoglycinsäure gilt nun als Alternativbehandlung, ebenso die Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten oder Theophyllin.

Bei persistierendem schwerem Asthma kommen hoch dosierte inhalative Kortikosteroide in Frage und orales Prednisolon. Das Risiko der Nicht-Behandlung schweren Asthmas muss abgewogen werden mit der möglichen Schädigung der Leibesfrucht während des ersten Trimesters durch orale Kortikosteroide. Zum Absetzen der Medikation bei Schwangeren besteht jedenfalls nach Meinung der Experten in der Regel kein Anlass.

Bild: Schwangerschaft und Antiasthmatika müssen sich nicht ausschließen; © Hemera

MEDICA.de; Quelle: AAAAI 60th Annual Meeting Workshop: NAEPP Expert Panel Report

 
 
 

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