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DRGs erfordern effiziente Dokumentationsabläufe
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DRGs erfordern effiziente Dokumentationsabläufe
Durch die Einführung der G-DRGs (Fallpauschalengesetz) wirkt sich die zeitliche Länge des Behandlungsprozesses unmittelbar auf die wirtschaftliche Situation einer Klinik aus. Effiziente Abläufe in der medizinischen Dokumentation vermeiden unnötige Wartezeiten und reduzieren Liegezeiten auf das medizinisch nötige Maß.01.11.2004

© Philips
von Armin Scheuer
Integration statt Insellösung
Die manuelle Abschrift von Diktaten ist zeitaufwändig und ineffizient. In der Folge dauert die Erstellung medizinischer Befunde mehrere Tage und die Behandlung von Patienten verzögert sich unnötig. Die Krankenhäuser Rendsburg und Eckenförde setzten eine vollständig integrierte Lösung zur Beschleunigung der Arztbriefschreibung ein.
Neben den verwaltungs- und abrechnungsrelevanten Applikationen (Patientendatenmanagement, Finanz- und Ablagenbuchhaltung) ist in allen pflegerischen und medizinischen Bereichen der Stationsarbeitsplatz, der Arztarbeitsplatz, die OP-Dokumentation, der DRG-Grouper sowie die Arztbriefschreibung im Einsatz. Subsysteme, z.B. Laborsystem und Kreißsaaldokumentation mit integrierten Schnittstellen, runden das Softwarespektrum ab. Alle Patienten werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Sämtliche Softwareapplikationen sind zu 100 % integriert. Einzig die Arztbriefschreibung erfolgte bis vor kurzem noch analog, auf Kassetten - obwohl mit 50.000 Diktaten pro Jahr ein beachtliches Pensum anfällt.
Um die Arztbriefschreibung zu beschleunigen, entschied man sich für die digitale Diktierlösung MBS-easy der Firma Kuhlmann-Informations-Systeme und SpeechMagic, die Spracherkennung von Philips. Beide Systeme wurden mit der bisherigen Infrastruktur verzahnt, was eine verwaltungsintensive Insellösung vermied. Durch die netzwerkbasierte Client-/Server-Architektur von SpeechMagic wurden drei Arbeitsabläufe zur Befundabschrift eingerichtet:
1) Digitales Diktieren: Der Arzt diktiert direkt in den PC. Die Audiodatei wird zur Abschrift ins Schreibbüro geschickt.
2) Digitales Diktieren mit Korrektur durch Schreibkräfte: Die Audiodatei wird nach der Aufnahme vom zentralen Spracherkennungsserver automatisch in Text umgewandelt. Die Schreibkräfte überprüfen den erkannten Text auf Erkennungsfehler und nehmen eventuelle Korrekturen vor.
3) Digitales Diktieren mit Eigenkorrektur: Der Text erscheint in Echtzeit auf dem Bildschirm des diktierenden Arztes. Dieser korrigiert Erkennungsfehler sofort und erstellt den Bericht ohne Zutun einer Schreibkraft.
Entsprechend der personellen Situation im Schreibbüro, des Diktatinhaltes und der eigenen Arbeitsweise wählt somit jeder Arzt den für ihn besten Arbeitsablauf.
Wartezeiten wirken sich auf Profitabilität aus
Der Orden der Barmherzigen Brüder aus Österreich wird bis Ende 2005 in seinen sieben Krankenhäusern mehr als 200 Arbeitsplätze mit SpeechMagic ausstatten. Ein Pilotprojekt zeigte eine 50-prozentige Beschleunigung bei der Befunderstellung. Direktor Adolf Inzinger, Leiter IT und Controlling bei den Barmherzigen Brüdern, erläutert: "Durch die Implementierung von Spracherkennung wird die Effizienz in der Ablauforganisation erheblich gesteigert. Unsere PatientInnen erhalten Befunde rascher, da Wartezeiten zwischen Diagnose und Befunderstellung fast vollständig wegfallen. Bei konsequenter Nutzung wird SpeechMagic daher einen wichtigen Beitrag zur Schonung der finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen leisten."
"Powered by SpeechMagic"
20 Anbieter medizinischer IT-Systeme zeigen auf der Medica 2004 Lösungen, die auf SpeechMagic, der Spracherkennungstechnologie von Philips, basieren. Weltweit sind es mehr als 200 Firmen. Damit hat sich SpeechMagic in der medizinischen Befundung an der Spitze etabliert. Um dies zu verdeutlichen, wird auf der Medica das "powered by SpeechMagic"-Logo eingeführt. "Eine Kennzeichnung und eine Auszeichnung zugleich", erklärt Sven Biewald, Vertriebsleiter Philips Spracherkennung, Deutschland. "Wo ‚powered by SpeechMagic' draufsteht, ist fortschrittliche Spracherkennungstechnologie drin - und darauf können die Kunden unserer Integrationspartner vertrauen", so Biewald.
Besuchen Sie Philips auf der Medica: Halle 10 / Stand A22.












