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Ältere Patienten überleben relativ lange

Die Zahl der Dialysepatienten wächst. Aufgrund der demographischen Entwicklung haben sehr alte und multimorbide Patienten einen überproportional großen Anteil an diesem Zuwachs. Wissenschaftler der SHG-Kliniken in Völklingen und der SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken haben jetzt untersucht, welche Risikofaktoren das Überleben bei jenen Patienten beeinflussen, die zum Zeitpunkt der Erstdialyse über 75 Jahre alt sind. Ihre Ergebnisse stellten sie jetzt beim 113. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden vor.

Eingeschlossen in diese Studie wurden sämtliche Patienten, die zwischen 1990 und 2005 an einer Schwerpunktklinik hämodialysepflichtig wurden und 75 Jahre oder älter waren. Die Patienten beobachtete man bis zu ihrem Tod, das minimale follow-up lag bei 31 Tagen. Analysiert wurden klinische Variablen, Grunderkrankungen, Komorbidität, und soziale Kriterien. Überlebensanalysen erfolgten nach der Kaplan-Meier Methode.

118 Patienten nahmen an der Studie teil. Das mittlere Alter bei Dialysebeginn lag bei 79,8 Jahren. Obwohl sich 50 Prozent der Patienten in nephrologischer Betreuung befanden, waren nur 18,6 Prozent zum Zeitpunkt der Erstdialyse mit einem dauerhaften Gefäßzugang versorgt und nur 14 Prozent mit Erythropoetin (EPO) vorbehandelt.

64 Prozent waren Diabetiker und bei 42 Prozent lag eine diabetische Nephropathie vor, gefolgt von der Nephrosklerose mit neun Prozent. Zu Hause versorgt und nicht pflegebedürftig waren 86 Prozent. Die mittlere Überlebenszeit betrug 566 Tage. Haupttodesursachen, soweit bekannt, waren kardial mit 40 Prozent, gefolgt von Infekten mit 15 Prozent und Malignomen mit 10 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: 113. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)

 
 
 

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