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Einer der Schlüssel im 21. Jahrhundert (3. Teil)

Teil I: Nanotechnologie

Nanotechnologie: Einer der Schlüssel im 21. Jahrhundert (3. Teil)

von Wiebke Heiss / MEDICA.de01.09.2008

3. Teil: Erst Risiken klären


Allerdings geht es vielen neuen medizinischen Entwicklungen aus der Nanowelt so. Der Grund: „Die Industrie wartet erst mal ab, bis es Ergebnisse wegen möglicher toxikologischer Effekte gibt. Gerade im medizinischen Bereich spielt die Gefährdung für den Menschen eine große Rolle“, meint Professor Harald Krug, Toxikologe an der Universität Bern. Er und Kollegen untersuchen den Einfluss von Nanopartikeln oder Nanotubes auf lebendes Gewebe und den Menschen für das Forschungsprojekt NanoCare, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Innovationshemmnis durch gesundheitliche Risiken

„Man muss genau schauen, ob die Nanomaterialien in den Körper gelangen können“, so Krug. Deshalb brauche man klare Richtlinien und intensive Untersuchungen – im Vorhinein. „Theoretisch können aus Sicht der Toxikologen nämlich die meisten Nanomaterialien wegen ihrer geringen Größe in den Körper gelangen.“ Und die Aussagen bisheriger Studien zu Risiken der Nanotechnologie sind noch nicht zufriedenstellend. „Wir brauchen standardisierte Studien und vor allem vergleichbare für die Zukunft. Das bereiten wir jetzt vor.“ Krug geht davon aus, dass man in den nächsten zwei Jahren zu einer klaren Regelung und zu Richtlinien kommt, auf deren Grundlage dann Ringversuche gemacht werden können. „Die Zahl der verwertbaren Studien wird ab 2009 intensiv steigen.“

„Die Hoffnung Nanotechnologie im technischen, biologischen und medizinischen Bereich einzusetzen ist hoch“, so Krug. Und die werden auch nicht zerstört werden. Zwar gibt es auch Visionen, die letztendlich nicht umzusetzen sind, aber viele Anwendungen wird das Leben des Menschen in Zukunft wohl bereichern. Krug zumindest ist der Nanotechnologie gegenüber sehr positiv eingestellt. „Wir sollten Fehler vermeiden, aber ich sehe im Moment keine schwer wiegenden Probleme am Horizont.“

Wiebke Heiss
MEDICA.de

- 1. Teil: Einer der Schlüssel im 21. Jahrhundert
- 2. Teil: Medizinprodukte werden körperverträglicher
- 3. Teil: Erst Risiken klären

 
 

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