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Ein Rundgang bei Siemens auf der MEDICA 2008

Ein Rundgang bei Siemens auf der MEDICA 2008

08.12.2008
Siemens AG, Healthcare Sector

Auch 2008 stellt Siemens Healthcare auf der Düsseldorfer Leitmesse MEDICA sein gesamtes Portfolio für die Gesundheitsbranche vor. Motto: die vollständig integrierte Medizintechnik, vom einzelnen Gerät bis hin zur Unternehmensebene. Siemens hat den Anspruch, weltweit das ausgewiesene Unternehmen zu sein, das durch die einmalige Verbindung von Diagnostik, Therapie, Infrastruktur, Informationstechnik und Serviceleistungen Lösungen anbieten kann, die den kompletten medizinischen Versorgungsprozess abdecken. Außerdem sind diese Lösungen skalierbar, vom Labor bis zur Unternehmenssteuerung, dabei ist der Fokus die nahtlose Integration.

Neuheiten auf der MEDICA 2008:

Navigieren im Körper ohne Strahlung – GPS in der interventionellen Radiologie
Mit iGuide Cappa stellt Siemens Healthcare eine neue Methode vor, mit deren Hilfe sich Ärzte bei Nadeleingriffen mit reduzierter Röntgenstrahlung im Patienten orientieren können. Durch die Kombination eines angiographischen C-Bogen-Systems mit dem elektromagnetischen Navigationssystem iGuide Cappa wurde ein neues medizintechnisches Verfahren entwickelt, das die Navigation einer Nadel im Patienten bei sehr geringer Strahlendosis und damit sehr patienten-freundlich ermöglicht. Dabei liefert die Siemens-Software Syngo DynaCT die für den Mediziner wichtigen 3D-Aufnahmen vor dem Eingriff. Ähnlich einem GPS-System verwendet die Methode eine elektromagnetische Ortung. So lassen sich Nadeln präziser und schneller als bisher platzieren. Diese minimal-invasiven Eingriffe werden beispielsweise bei Leberbiopsien, Vertebroplastien bei der Stabilisierung von zerstörten Wirbelkörpern oder bei der Schmerzbehandlung von Tumoren angewandt.

Siemens setzt erstmals ARFI-Bildgebung im Ultraschall um
Siemens Healthcare zeigt eine der neuesten Anwendungen seines Ultraschallsystems Acuson S2000: Die Softwarepakete Virtual Touch Tissue Imaging und Virtual Touch Tissue Quantification sind die klinische Umsetzung einer Methode, die bisher als ARFI-Bildgebung (Acoustic Radiation Force Impulse) bekannt ist. Die Methode ähnelt einer Palpation, bei der die mechanischen Druckeigenschaften beziehungsweise die Elastizität von Gewebe bewertet werden, wobei man annimmt, dass steifes Gewebe pathologisch ist. Beide Applikationen sind besonders für die Bewertung von Lebergewebe geeignet.

Siemens setzt den nächsten Standard für integrierte diagnostische Bildgebung
Der neue Biograph Molecular CT (mCT) verbindet erstmalig die Fähigkeiten eines leistungsstarken Computertomographen (CT) mit einem hochauflösenden PET-System (Positronen-Emissions-Tomographie). Bei herkömmlichen PET-CT-Geräten lässt sich die CT-Komponente nur bedingt für CT-Untersuchungen einsetzen. Mit dem Biograph mCT führt Siemens die „molekulare Computertomographie“ ein. Dabei handelt es sich um einen CT zur molekularen Bildgebung und gleichzeitig um ein PET-System mit den umfassenden Möglichkeiten der Computertomographie. In Zeiten sinkender Budgets im Gesundheitswesen ist das neue System bestens geeignet, sowohl hochwertige CT- als auch PET-CT-Untersuchungen wirtschaftlich zu leisten. Zudem fördert es die enge Kooperation zwischen den diagnostischen Disziplinen Radiologie und Nuklearmedizin.

Weitere Highlights auf der MEDICA 2008:

Magnetresonanztomographie
Die einzigartige, von Siemens entwickelte Tim (Total imaging matrix)-Technologie liefert eine besonders gute Bildqualität, einen höheren Patientenkomfort und einen optimierten Arbeitsablauf. Untersuchungen haben ergeben, dass sich dank Tim die Untersuchungszeiten signifikant verkürzen lassen und der Patientendurchsatz um bis zu 50 Prozent steigen kann. Eine Ganzkörperuntersuchung, welche besonders bei onkologischen Fragestellungen hilfreich ist, kann beispielsweise in weniger als zehn Minuten durchgeführt werden. Seit der Einführung der Tim-Technologie im Jahr 2003 wurden weltweit bereits mehr als 4.000 MRT-Systeme mit Tim verkauft.

Mit seinen neuesten MRT-Systemen mit Tim-Technologie baut Siemens seine Vorreiterrolle in der Magnetresonanztomographie (MRT) weiter aus. Das Magnetom Essenza mit 1,5 Tesla Feldstärke erfüllt die Kundenanforderungen nach innovativen und gleichzeitig kostengünstigen Systemen, welche insbesondere den Bedarf jener Krankenhäuser und Praxen bedienen, die mit begrenzten Budgets die komplette Diagnostik abdecken wollen. Innerhalb eines Jahres wurden über 80 Geräte in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA installiert. Das Magnetom Verio ist das einzige 3-Tesla-System mit einem Open-Bore (Öffnung) von 70 cm. Damit können auch Patienten untersucht werden, welche bislang mit einem herkömmlichen 3-Tesla-System nicht zu scannen waren – etwa klaustrophobische oder adipöse Menschen und auch Personen, welche einer speziellen Lagerung bedürfen.

Computertomographie
Mit dem Somatom Definition AS (Adaptiver Scanner) hat Siemens erstmals einen Computertomographen entwickelt, der sich allen Patienten und medizinischen Anforderungen anpasst. Das System ist für die Routinediagnostik ebenso geeignet wie für komplexe Untersuchungen, zum Beispiel in der Neurologie oder Kardiologie. Auch in Notfallsituationen ist das System ideal, wenn es etwa um die schnelle Diagnostik bei Unfall-, Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten geht. Dabei lassen sich selbst unterschiedlichste Patientengruppen wie korpulente Menschen, Klaustrophobiker oder Kinder schnell und sicher untersuchen. Mit dem Adaptiven Dose Shield lässt sich klinisch irrelevante Überstrahlung vor und nach einem Spiral-Scan unterbinden. So kann die für eine Untersuchung absolut notwendige Röntgendosis noch weiter verringert werden.

Weil ihre Expertise so gefragt ist, müssten Ärzte im klinischen Alltag häufig zur gleichen Zeit an zwei Orten sein. Mit der Software Syngo WebSpace und einer einfachen Netzverbindung lassen sich medizinische Bilder überall aufrufen. Damit steht dem Radiologen eine 3D-Bildbearbeitung an jedem PACS-Arbeitsplatz innerhalb von wenigen Sekunden zur Verfügung. Ärzte an anderen Kliniken können ebenfalls auf die Arbeitsergebnisse des Radiologen zugreifen. Die 3D-Funktionalität von Syngo WebSpace hilft außerdem zum Beispiel Chirurgen, Orthopäden oder Neurologen, die Pathologien besser und verständlicher zu demonstrieren.

Radiologie
Den Einstieg in die digitale Radiographie erlaubt Multix Swing, ein Röntgengerät mit einem mobilen Flachdetektor, der flexibel wie eine Kassette, aber dennoch leichter zu handhaben ist: Der Detektor lässt sich aus dem Tisch herausnehmen und direkt unter oder neben den Patienten setzen. Aufnahmen, die mit einem fest integrierten Detektor nicht oder nur schwer möglich sind, wie etwa laterale Aufnahmen der Hüfte, sind nun problemlos machbar. Außerdem können Patienten mit Bewegungseinschränkungen zum Beispiel aus einem Rollstuhl ohne Umlagern geröntgt werden. Deutlich weniger Arbeitsschritte, schnell zur Verfügung stehende Bilder in bester Bildqualität und keine Kosten für Verbrauchsmaterial ermöglichen den wirtschaftlichen Einsatz des Systems auch bei geringerem Patientenaufkommen.

Da jede Praxis und jedes Krankenhaus unterschiedliche Bedürfnisse hat, bietet Siemens mit Ysio ein Röntgensystem an, welches sich individuell zusammenstellen lässt. Ob mit einem oder zwei Detektoren, mit oder ohne Patiententisch, ob voll automatisiert oder synchronisiert – Ysio kann individuell an die klinischen Anforderungen angepasst werden. Optisch erkennt man Ysio sofort an dem großen farbigen Display "MaxTouch" im Deckenstativ. Mit diesem Touchpad kann der Anwender Systemfunktionen patientennah steuern, wie etwa Untersuchungs- und Belichtungsparameter oder die Dosis. Wenn sich der Kunde für das voll automatische Deckenstativ entscheidet, kann er sogar aus über 500 Organprogrammen (organbezogene Belichtungsparameter) wählen.

Fluoroskopie und Angiographie
Interessenten für die Fluoroskopie und die Angiographie können unter anderem zwei Systeme in Simulationen erproben: Axiom Luminos dRF, ein Fluoroskopiesystem, das Fluoroskopie und Radiographie kombiniert und somit für eine hohe Auslastung des Systems sorgt, sowie Axiom Artis, eine Systemfamilie mit Flachdetektortechnologie zur Untersuchung von Gefäßen und Herz. Mit den originalen Bedienkonsolen steuert der Besucher die auf einem Monitor dargestellten Systeme. Alle an den Konsolen ausgelösten Bewegungen einschließlich der dazugehörenden Geräusche werden in Echtzeit auf dem Monitor dargestellt.

Molekulare Bildgebung – Nuklearmedizin
SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography)-Bildgebung mit “Intelligenz” ist der nächste große Trend in der Nuklearmedizin. Die Gammakamera Symbia von Siemens bekommt dazu ein neues Feature, IQ•SPECT, das bei Untersuchungen des Herzens Aussagen zur Perfusion in nur fünf Minuten liefern soll. Zusätzlich kann während der Untersuchung die CT-Schwächungskorrektur berechnet und ein Calcium Scoring durchgeführt werden. Derzeit dauern Perfusionsstudien des Herzens mit SPECT-Systemen durchschnittlich etwa 15 bis 20 Minuten.

Mit der Einführung der hochauflösenden Positronenemissionstomographie (High-Definition-PET, HD•PET) für PET-Computertomographen (PET-CT) hat Siemens die Qualität der molekularen Bildgebung neu gestaltet. Dabei handelt es sich um die weltweit bisher einzige hochauflösende PET-Technik, die durchgehend für mehr Schärfe und Klarheit der Aufnahmen im gesamten Sichtfeld sorgt. Die Schärfe der HD•PET bedeutet mehr Spezifität und Genauigkeit. Der Arzt kann damit kleine Läsionen sicherer abgrenzen – und zwar auch innerhalb von Lymphknoten, im Bauch, in der Kopf- und Halsregion und im Gehirn – und damit eine frühere, gezielte Behandlung einleiten. HD•PET baut auf der TruePoint-Technologie von Siemens auf, einer einzigartigen Kombination technischer Merkmale und Workflow-Lösungen für die PET-CT-Bildgebung, die Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patienten optimieren sollen.

Ultraschall
Das Acuson S2000 ist das erste Ultraschallsystem einer vollkommen neuen Produktgeneration. Es erlaubt den Einsatz innovativer Bildgebungsverfahren wie Virtual Touch Imaging zur qualitativen und quantitativen Beurteilung der Gewebesteifigkeit. Dadurch lassen sich invasive oder aufwändige Verfahren in der Leber- oder Mammadiagnostik reduzieren und Kosteneinsparungen erzielen. Ein breites Leistungsspektrum für die internistische und kardiologische Bilddiagnostik sowie Anwendungen in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde einschließlich 4D-Volumenbildgebung bietet die neue Generation des Acuson X300 Premium Edition. Für die Gynäkologie und Geburtshilfe haben die Systeme Acuson S2000, Acuson Antares und Acuson X300 Premium Edition alles, was der Arzt in der Praxis benötigt: von Screening über Diagnose und Therapie bis hin zur Nachsorge.

Services
Im Rahmen seines Customer-Care-Life-Programms hat Siemens den proaktiven Fernüberwachungsservice Guardian Program um TubeGuard erweitert. TubeGuard kann die Restlebensdauer des Röntgenstrahlers in den Somatom-Definition-CT-Systemen kontinuierlich bestimmen und melden, wo ein Röntgenstrahler demnächst ausfallen könnte. Damit wird das Risiko von Systemausfällen deutlich gemindert und Abläufe lassen sich besser planen.

Mit Uptime Services bietet das Customer-Care-Programm eine Vielzahl innovativer Services, die helfen, potenzielle Störungen von medizintechnischen Systemen zu erkennen, bevor es zu Fehlfunktionen kommt. Dadurch können Ausfallzeiten minimiert und Planungssicherheit sowie Arbeitsabläufe in Kliniken und Arztpraxen entscheidend verbessert werden. Beispielsweise lassen sich mit dem Siemens-Guardian-Programm medizintechnische Systeme in Echtzeit online überwachen. Systemfehler und mögliche Abweichungen von aktuellen Normwerten können schnell erkannt und behoben werden, was die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlage deutlich erhöht. Die Basis dafür bildet die Fernwartungsplattform Siemens Remote Service (SRS), an die Siemens die Systeme seiner Kunden weltweit anbinden kann. Über SRS können heute bis zu 50 Prozent aller Systemfehlfunktionen per Fernzugriff „remote“ behoben werden.


IT im Krankenhaus: Rollenbasierter Zugang zu RIS und PACS
Siemens stellt auf der MEDICA 2008 mehrere Lösungen für Bildverarbeitung und -speicherung vor, darunter die Syngo-Portal-Lösungen, die den effizienten Workflow bei diagnostisch und administrativen Prozessen rund um die Radiologie unterstützen. Dem Radiologen werden im Syngo Portal Radiologist rollenbasiert relevante Arbeitslisten, Bilder, Befunde und weitere klinische Informationen angeboten – und zwar genau dann, wenn er sie braucht. Mit Hilfe des Syngo Portal „Referring Physician“ kann ein überweisender Arzt bequem von seinem Computer aus für seinen Patienten einen Untersuchungstermin in einer Klinik oder in einer radiologischen Praxis vereinbaren. Die Untersuchungsergebnisse erhält er unmittelbar nach der Befundung durch den Radiologen auf digitalem Wege ebenfalls im gleichen Portal – und das oftmals am selben Tag.

Health Information Exchange: Vernetzung über Institutions- und Sektorengrenzen hinweg
Die Health-Information-Exchange-Lösungen von Siemens ermöglichen, dass die behandelnden Leistungserbringer ohne Medienbrüche über Institutions- und Sektorengrenzen hinweg kommunizieren können. So lassen sich zum Beispiel Behandlungsprozesse besser aufeinander abstimmen oder freie Kapazitäten in Kooperationen besser auslasten. Vorhandene Primärsysteme werden nicht ausgetauscht, sondern mit der Software Soarian Integrated Care (Soarian IC) miteinander vernetzt. Kernelement von Soarian IC ist eine arztgeführte elektronische Patienten- und Fallakte, mit der medizinische Leistungserbringer auf sämtliche relevante Behandlungsdaten und Dokumente zugreifen können. In die Lösungen integriert ist ein umfassendes Berechtigungs- und Datenschutzkonzept; der Patient muss der Nutzung seiner Daten vorher zustimmen.

Krankenhaus- und Management-Informationssysteme
Siemens bietet ein breites Spektrum an Krankenhaus-Informationssystemen (KIS): Dazu zählen international vermarktete Produkte, wie Soarian mit integrierter Workflow- und Rules-Engine, und i.s.h.med, weltweit das einzige voll in „SAP for Healthcare“ integrierte KIS. Hinzu kommt medico//s, ein KIS mit eigener administrativer Komponente und Fokus auf den deutschsprachigen Raum. Außerdem wird Siemens auf der MEDICA 2008 Management-Informationssysteme (MIS) präsentieren, wie den Management Explorer (MEX) und i.c.m.health. Als administrative Komponente für klinische Systeme wird die SAP-Branchenlösung „SAP for Healthcare (IS-H)“ vorgestellt. Dabei ist besonders die Lösung SAP Ambulatory Care Management mit dem Abrechnungssystem Amasys hervorzuheben, die zertifizierte Lösung zur elektronischen Abrechnung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Diese Software wird mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zum 1. Januar 2009 besonders relevant für die Leistungserbringer.

Dokumentenmanagement- und Archivlösung
Außerdem wird auf der Messe Soarian Health Archive demonstriert, die Dokumentenmanagement- und Archivlösung von Siemens für das Gesundheitswesen in Europa. Soarian Health Archive zeichnet sich besonders durch die tiefe Integration in die Siemens-KIS i.s.h.med, medico//s, Clinicom und Soarian aus, ist aber auch als eigenständige Lösung in allen Krankenhausbereichen einsetzbar.

Medizinische Labordiagnostik
Mit Rapidlab 1200 Version 2.0 steht am Point-of-Care ein Blutgas-Analysesystem zur Verfügung, in das das Qualitätsmanagement gemäß der neuen Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen – der RiliBÄK 2008 – bereits integriert ist. Rapidlab 1200 wurde speziell für den Einsatz auf der Intensivstation oder in der Notaufnahme entwickelt. Es bietet umfangreiche Testmenüs, zu denen Blutgase, Elektrolyte, Metabolite und die vollständige CO-Oxymetrie gehören. Während viele Blutgas-Analysesysteme täglich gewartet und betreut werden müssen, ist das Rapidlab 1200 extrem wartungsarm und zusätzlich dank intuitiver Bedienoberfläche einfach zu erlernen und zu bedienen.

Stratus CS ist ein Point-of-Care-System für die Parameter, die in der Notaufnahme einer Kardiologie wichtig sind. Aus einem Blutröhrchen können hochsensitiv und spezifisch in wenigen Minuten Troponin I, NT pro BNP, Myoglobin und D Dimer bestimmt werden.

Dimension Vista 1500 gehört zu einer neuen Klasse intelligenter Laborsysteme, bei der mehrere Messtechnologien in einem System vereint sind. Es integriert Photometrie, Nephelometrie, V-LYTE-Elektrolytmessung und die moderne LOCI-Chemilumineszenz und erstellt bis zu 1500 Testergebnisse pro Stunde in bis zu 200 Proben pro Stunde. Dimension Vista unterstützt die Diagnostik vieler Indikationsgebiete, darunter Anämie, kardiologische Erkrankungen, Schilddrüsenfunktion, therapeutisches Medikamentenmonitoring und Urindrogenscreening. Das Dimension-Vista-System wird als integrierte Plattform für die Routine- und Notfallanalytik eingesetzt.

Umweltkonzepte für medizintechnische Geräte
Gebrauchte Geräte soweit wie möglich wieder zu verwenden, ist ein wichtiger Bestandteil der Siemens-Unternehmensphilosophie: Ressourcen werden geschont, indem der Lebenszyklus eines Produkts verlängert wird. So werden beispielsweise gebrauchte Computer- und Magnetresonanztomographen, Ultraschall-, Strahlentherapie- und Röntgengeräte zurückgenommen und anschließend von dem eigenen Geschäftsgebiet "Refurbished Systems" wieder aufgearbeitet. Dies erfolgt in einem umfangreichen, fünfstufigen Qualitätsprozess (Geräteauswahl, qualifizierte Demontage, Aufarbeitungsprozess, Installation, Sachmängelhaftung), für den die gleichen hohen Qualtitäts-Standards gelten wie für neue Geräte. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz werden jährlich 10.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden. Diese Einsparung entspricht dem elektrischen Energiebedarf von 3.000 Drei-Personen-Haushalten pro Jahr.

Gebäudeautomatisierung
Bei der Gebäudeautomatisierung legt Siemens auf der MEDICA 2008 den Schwerpunkt auf seine ganzheitlichen Gebäudelösungen Total Building Solutions. Gezeigt werden unter anderem eine Automatisierungslösung für Operationsräume (OP), die zum Beispiel eine Integration eines medizinischen Gasmanagementsystems, – eines Systems für die Verteilung von Gasen im OP – eines Drittanbieters enthält. Das ermöglicht beispielsweise einen komfortablen und sicheren Anlagenbetrieb und reduziert Schnittstellen. Im Showcase Digitales Krankenhaus können sich Messebesucher darüber informieren, wie durch Gebäudetechnik Patientenzimmer komfortabler werden. Ebenfalls zu sehen ist, wie sich per RFID-Technologie beispielsweise mobile Geräte wie Notebooks oder Maschinen zur Überwachung von Vitalwerten im Gebäudekomplex orten lassen. Dies schützt vor Diebstahl und spart Zeit, da das Personal jederzeit weiß, wo sich die Geräte befinden.

Mobiles Informations- und Kommunikationsgerät
Der Esprimo MA ist ein mobiles Informations- und Kommunikationsgerät, das speziell für das medizinische Umfeld konzipiert wurde. Der robuste, 1,3 kg leichte Tablet-PC ist nicht nur flexibel am Krankenbett oder im Untersuchungsraum einsetzbar, sondern trägt dazu bei, die Prozesse im Krankenhaus generell zu optimieren. Dank seines lüfterlosen, IP54-zertifizierten und leicht zu desinfizierenden Gehäuses bietet er ein ideales Arbeitsumfeld und schützt sensible Daten vor äußeren Einflüssen. Für Rechts- wie für Linkshänder konzipiert, ermöglicht das berührungsempfindliche 10.4-Zoll-Display eine unkomplizierte Dateneingabe per Stift. Mit Hilfe der vordefinierten Applikationstasten ist der schnelle Zugriff auf alle Anwendungen möglich. Dank integrierter High-Speed-Konnektivität (WLAN, 3G/UMTS) sind Untersuchungsdaten jederzeit verfügbar: So lässt sich vor Ort der Zustand des Patienten schnell und effizient dokumentieren und mit früheren Ergebnissen abgleichen. Die Daten können auch mittels Barcode- und RFID- Lesegerät aktualisiert werden. Mit Hilfe der integrierten Auto-Focus-Kamera kann der behandelnde Arzt den Zustand des Patienten sogar fotografisch festhalten und ggf. an Fachkollegen zur Bewertung übermitteln.


Klinik-Kommunikationslösung
Unter dem Motto „Unified Communications@Healthcare“ stellt Siemens mehrere Lösungen zur Erleichterung der Kommunikation im Krankenhaus vor. Dazu zählt HiMed V.8, eine neue Version der bewährten Klinik-Kommunikationslösung. HiMed V.8 kann mit OpenScape Voice (ehemals HiPath 8000) betrieben werden. Damit stehen Krankenhäusern die strukturellen und wirtschaftlichen Vorteile der softwarebasierten Kommunikation über IP (Internet-Protokoll) und alle Möglichkeiten von Unified Communications zur Verfügung. HiMed bietet dem Personal auf die Prozesse in Krankenhäusern zugeschnittene Kommunikationsanwendungen. Zudem ermöglicht die Lösung einfach zu verwaltende Unterhaltungs- und Kommunikationsdienste für Patienten.

E-Health-Lösungen
Integrated Care Monitoring beinhaltet die IT-Infrastruktur inklusive der Plattform für den Austausch von Informationen zwischen Ärzten bzw. Krankenhäusern und Kostenträgern, wie beispielweise der Krankenkasse. Die Lösung führt zu mehr Transparenz bei integrierten Versorgungsverträgen bezüglich Behandlungen, Patienten und Budgets. Auf der MEDICA zeigt Siemens IT Solutions and Services drei datenschutzkonforme Möglichkeiten des Anschlusses von Praxisverwaltungs-systemen: offline, mit elektronischer Gesundheitskarte sowie online mit Biometrie-Sicherheitsfunktionen.

Mit Zustimmung des Patienten kann der behandelnde Arzt oder der Apotheker die Medikation des Patienten einsehen und auf Doppelverschreibung sowie Wechselwirkungen der Medikamente überprüfen. Für die E-Medication-Lösung ist die so genannte E-Card der Schlüssel zu einer Datenbank, auf der die Informationen gespeichert werden. Legt der Patient seine E-Card vor, werden die benötigten Medikamente mit einer Datenbank abgeglichen und gespeichert – egal, ob diese verschreibungspflichtig sind oder nicht. Bei doppelt verschriebenen Medikamenten oder wenn unerwünschte Wechselwirkungen auftreten, schlägt das System Alarm.

Für eine sichere und schnelle Kommunikation zwischen den Beteiligten im Gesundheitswesen sorgt das E-Health-Portal von Siemens IT Solutions and Services. Es dient als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform im Internet und richtet sich einerseits an Bürger und andererseits an Ärzte, Kammern, Krankenkassen und Apotheken. Bürger können sich über allgemeine Gesundheitsthemen informieren und erhalten eine Übersicht über Ärzte, Krankenhäuser oder Krankenkassen. Denkbar ist auch, über diese Plattform künftig, Terminvereinbarungen oder Überweisungen vorzunehmen oder Rezepte elektronisch auszustellen. Leistungserbringer können sich im Portal präsentieren und wie in einem Forum untereinander austauschen. Selbstverständlich sind alle verfügbaren Sicherheitsfunktionen für den Benutzer eingesetzt.

Finanzlösungen
Als einer der führenden Anbieter von Finanzlösungen im Gesundheitswesen finanziert Siemens Equipment, Infrastruktur und dazugehörige Services aus einer Hand. Flexible Modelle schaffen den notwendigen Freiraum für Investitionen und Projekte jeder Größenordnung. Maßgeschneiderte Leasingangebote stehen für Systeme und Lösungen der Siemens AG, aber auch für Drittkunden zur Verfügung.

Der Siemens Healthcare Sector ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik ist Siemens Healthcare das erste integrierte Gesundheitsunternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Zusätzlich ist Siemens Healthcare der Weltmarktführer bei innovativen Hörgeräten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2008 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 11,17 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 11,78 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,23 Mrd. €. (Vorläufige Zahlen)

Weitere Informationen unter: www.siemens.com/healthcare

 
 

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