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Assistent erkennt Mangelernährung

Assistent erkennt Mangelernährung

Foto: Salat

Nach Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin sind zehn bis 50 Prozent aller Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden, mangelernährt. Das Verhältnis aus Fettgewebe, Flüssigkeit und Magergeweben wie Muskeln, Knochen, Haut und Organen stimmt nicht. Krebspatienten, Diabetiker und ältere Menschen sind besonders häufig betroffen. Bei den Patienten sinkt die Lebensqualität und steigt die Sterblichkeit - was mit erhöhten Kosten im Gesundheitswesen verbunden ist.

Mit dem neuen Assistenzsystem soll die Fehlernährung nicht nur gemessen werden, sondern das Gerät gibt auch gleich noch Hinweise zur Therapie. Bisher waren Mediziner auf diesem Gebiet auf Schätzungen angewiesen, etwa den Body-Mass-Index oder die Messung von Hautfalten. Das Assistenzsystem könnte also Krankenhäuser, Ärzte und sogar Pflegedienste bei der Arbeit unterstützen. Bisher ist es allerdings noch nicht auf dem Markt.

Das System wurde von Sebastian Wieskotten am Fachgebiet Regelungstechnik und Prozessautomatisierung im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt. Wieskotten hat, aufbauend auf einem im medizinischen Fachhandel erhältlichen Gerät zur Bioimpedanzmessung, in Kooperation mit dem Uniklinikum Mannheim, der Berliner Charité und anderen Partnern das System bis zur Einsatzreife entwickelt.

Das Assistenzsystem ließe sich von Ärzten sehr einfach anwenden: Lediglich an einem Fuß und an einer Hand werden dem Patienten jeweils zwei Elektroden angelegt, durch die für etwa zehn Sekunden schwache Wechselströme mit sich ändernden Frequenzen zwischen fünf und 1000 kHz geschickt werden. Anschließend werden die Daten im Laptop ausgewertet.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Darmstadt

 
 
 

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