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Deutsche Kliniken im Auge des Orkans

Deutsche Kliniken im Auge des Orkans

Während sich 2008 durch hohe Kostensteigerungen und nur moderat steigende Erlöse noch eine milliardenschwere Finanzierungslücke auftat, können Kliniken 2009 von zusätzlichen Erlössteigerungen durch das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) und von Zuweisungen für Investitionen aus dem Konjunkturpaket II profitieren. Allerdings dürfte sich die Lage bereits im nächsten Jahr wieder deutlich verschlechtern, wenn die Folgen der Finanzkrise auch die Gesundheitswirtschaft erreichen. Zu diesen Ergebnissen kommt die fünfte Ausgabe des Krankenhaus Rating Reports, die das RWI, das Institute for Healthcare Business, erstellt hat.

Das Rating basiert auf einer Stichprobe von 546 Jahresabschlüssen, die zumeist aus den Jahren 2006 und 2007 stammen und insgesamt 832 Krankenhäuser umfassen. Nach ihrem Risiko für eine Insolvenz wurden die Häuser analog einer Ampelsystematik in drei Kategorien (grün, gelb und rot) eingeteilt: 16 Prozent der Krankenhäuser lagen im roten Bereich, 15 Prozent im gelben, immerhin 69 Prozent im grünen Bereich. Kleine Krankenhäuser schneiden im Rating signifikant schlechter ab als große oder mittelgroße, westdeutsche schlechter als ostdeutsche, öffentlich-rechtliche schlechter als private oder freigemeinnützige.

Bezüglich der Patientenströme zeigen sich im Vergleich zum vorangegangenen Krankenhaus Rating Report keine großen Veränderungen. München ist weiterhin die Behandlungsregion mit dem deutschlandweit größten Nettopatientenzustrom, gefolgt von Frankfurt a.M., Heidelberg, Hamburg und den Kernstädten des Ruhrgebiets. Gemessen an der gesamten Patientenzahl vor Ort hat Heidelberg den deutlich größten Nettozustrom an Patienten. Insgesamt ließen sich 2006 auch rund 64.000 ausländische Patienten in deutschen Krankenhäusern behandeln, das sind aber nur etwa 0,4 Prozent aller Patienten.

MEDICA.de; Quelle: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

 
 
 

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