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Vertrauen in Ärzte mit guten Apparaten

Vertrauen in Ärzte mit guten Apparaten

Foto: Patient im CT

Zu dieser Feststellung kommt eine neue Imagestudie an der Hochschule Augsburg. Gemeinsam mit einem Team von Studierenden wertete Marketingdozent und Patientenforscher Professor Gerhard Riegl vom März bis Mai 2009 die Einschätzungen von 1400 Patienten aus. Diese wurden nach der ärztlichen Versorgung und zum Einsatz von medizintechnischen Geräten für Untersuchungen oder Behandlungen befragt.

"Die Ergebnisse zeigen eindeutig eine Hochschätzung der Apparatemedizin", betont Riegl. Allerdings wünschen sich die Patienten, dass sowohl bei den Untersuchungen als auch bei den Ergebnissen mehr erläuternde Gespräche stattfinden. Patienten auch in Zeiten der Budgetknappheit und des Sparzwangs zu Wort kommen zu lassen, war nach Riegl Anlass der Studie.

Im Einzelnen zeigt die Studie, dass der Ruf der Apparatemedizin vor allem mit vorangegangenen Erfahrungen der Bürger im Medizinbetrieb zusammenhängt. Diese werden zu zwei Drittel von Kleingeräten, wie Ultraschall, EKG, Röntgen und zu einem Drittel von Großgeräten, wie CT, Kernspin/MRT und Nuklearmedizin, beeinflusst.

Für 76 Prozent der Bevölkerung steigert der Einsatz von zusätzlicher Apparatemedizin spürbar die Qualität ihrer ärztlichen Versorgung. 14 Prozent können sich dazu nicht äußern und 6 Prozent sehen keine Auswirkungen.

Mit einer Gesamtzufriedenheit von 1,9 nach der Schulnotenskala schneidet Apparatemedizin bei Patienten besser als erwartet ab. Ärzte hatten im Vorfeld mit 2,1 gerechnet. Imagenachteilig sind jedoch die wenigen Gespräche mit Patienten während des Einsatzes von medizintechnischen Geräten. Diese wurden mit einem Notendurchschnitt von 2,6 bewertet. Den größten Nachholbedarf bei Gesprächen sehen 60 Prozent der Patienten beim Thema: "Welche Belastung gehen von Untersuchungen aus?". An zweiter Stelle des Gesprächsbedarfs steht mit 58 Prozent die Frage: "Wie geht es nach dem Befund weiter?".

MEDICA.de; Quelle: Fachhochschule Augsburg

 
 
 

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