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Ergebnisse zum OP-Barometer 2009

Ergebnisse zum OP-Barometer 2009

Foto: Pflegepersonal im Krankenhaus

Sie wurde 2008 von Thomas Busse, Professor am Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit der FH Frankfurt, ins Leben gerufen. Mehr als 2.200 OP- und Anästhesiepflegekräfte aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland haben sich am OP-Barometer 2009 beteiligt. Dies ist laut Busse eine Steigerung von mehr als 260 Prozent. Nach der ersten Erhebung 2008 hatten viele zusätzliche Krankenhäuser um die Teilnahme gebeten.

"Der eklatante Nachwuchsmangel im OP-Bereich sowie eine hohe Abwanderungsquote aus diesem Beruf" seien der Grund für die Befragung, erklärt Busse. Der OP-Bereich könne als "das Herz eines Krankenhauses" bezeichnet werden. Demnach bedeute die momentane Entwicklung "eine Bedrohung für die Leistungsfähigkeit eines jeden Krankenhauses", so Busse.

Auffallend sei in der aktuellen Auswertung die weiterhin sehr niedrige Quote an Pflegekräften, die ihren Beruf nochmals in demselben Krankenhaus ergreifen würden (43,83 Prozent). 55,85 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass die Patientengefährdung in den OP- Bereichen seit 2006 zugenommen habe; nur 36,96 Prozent meinen, genügend Zeit für die Patientenbetreuung zu haben.

"Eigentlich gut, aber dennoch eher beängstigend" ist laut Busse die Quote von 78,43 Prozent der Befragten, die meinen, gute Prozesse im OP-Bereich zu haben, um Verwechslungen von Patienten oder Operationsgebieten zu verhindern. "Denn wer möchte schon in einem der Krankenhäuser operiert werden, deren Mitarbeiter angeben, dass ihre Häuser über keine ausreichenden Absicherungen gegen Verwechslungen verfügen?", fragt Busse. Diese Angabe machten 21,57 Prozent der Befragten.

Erstmals wurden auch Krankenhäuser anonym miteinander verglichen: "Es gibt Häuser, in denen über 93 Prozent der Pflegenden mit ihrem Arbeitsplatz im OP-Bereich zufrieden sind, in anderen wird eine Quote von gerade einmal 33 Prozent erreicht", betont Busse. Die ersten Ergebnisse des OP-Barometers zeigten, "dass ein Großteil der Krankenhäuser die Berufsgruppe der OP- und Anästhesiepflege durch spezielle Personalentwicklungsmaßnahmen und Mitarbeiterbindungsprogramme stärken sollte, um nicht dauerhaft einen deutlichen Verlust an Wertschöpfung im OP-Bereich und somit im gesamten Krankenhaus zu erleiden".

MEDICA.de; Quelle: Fachhochschule Frankfurt am Main

 
 
 

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