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Nachfrage nach Medizintechnik wächst weltweit

Nachfrage nach Medizintechnik wächst weltweit

Bereits zum zweiten Mal hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im Auftrag der HSH Nordbank die ökonomische Perspektive der Medizintechnik analysiert. Die neue Studie „Globale Absatzmärkte der deutschen Medizintechnik - Perspektiven und Prognosen 2020“ beschreibt die weltweit zunehmende Nachfrage nach Medizintechnik bis 2020. Zwar leide auch die Medizintechnikbranche unter den Folgen der Wirtschaftskrise, aber die stabilen makroökonomischen Trends sorgten mittel- und langfristig aber für ein überproportionales Wachstum der Branche, heißt es in der Studie.

In den Entwicklungs- und Schwellenländern wie Brasilien, Indien und China, den so genannten BRIC-Staaten, sorgen vor allem Bevölkerungswachstum und schnell steigende Pro-Kopf-Einkommen für eine steigende Nachfrage nach Medizintechnik. In vielen Industrieländern führt demografische Alterung zur starken Nachfragesteigerung. Darüber hinaus entstünden auf der Angebotsseite durch Basisinnovationen in der Bio-, Gen und Nanotechnologie neue Produkte und Verfahren, stellt die Studie fest. Nach Ansicht des HHWI wird die Nachfrage nach Medizintechnik bis 2020 in den USA und Westeuropa um jährlich rund vier Prozent zunehmen, in Osteuropa um acht Prozent und in China und Indien sogar um mehr als zehn Prozent.

Die deutsche Medizintechnik kann von dem starken Wachstum der weltweiten Nachfrage profitieren, so die Autoren des HWWI. In bereits erschlossenen Absatzmärkten wie den USA oder Westeuropa werde die Nachfrage vor allem infolge eines hohen Einkommensniveaus, einer steigenden Gesundheitspräferenz und der demografischen Alterung zunehmen. Die Nachfrage richte sich dabei zunehmend auf medizintechnische Innovationen mit höherer Qualität und größerer Produktvielfalt aus.

Die bevölkerungsreichen und schnell wachsenden Entwicklungs- und Schwellenländer seien zum Teil als Absatzmarkt noch kaum erschlossen, der Marktanteil der deutschen Medizintechnik sei entsprechend gering. Gerade bei niedrigen Pro-Kopf-Einkommen nimmt die Gesundheitsnachfrage überproportional mit dem Einkommen zu, so dass in diesen Ländern der Gesundheitsmarkt vor allem durch die Mengenausweitung wächst. Denn herkömmliche Produkte der Medizintechnik und Grundausstattungen der medizinischen Versorgung werden stärker nachgefragt. Bei insgesamt sehr dynamisch wachsendem Absatz werde daher der Anteil der Schwellenländer an den deutschen Medizintechnikexporten zunehmen, meint das HWWI.

MEDICA.de; Quelle: Hamburgisches WeltWirtschafts Institut