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Krankenhäuser kranken an Verschwendung

Krankenhäuser kranken an Verschwendung

Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt "Krankenhaus plus", das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über vier Jahre gefördert. Geleitet wird es von Professor Christine Nickl-Weller, die an der TU Berlin das Fachgebiet "Entwerfen von Krankenhäusern und Bauten des Gesundheitswesens" lehrt.

"Wir haben in Krankenhäusern nicht nur einen hohen Energieverbrauch, sondern auch ein enormes Einsparpotenzial, das wir mit unseren Forschungen erschließen werden", sagt Nickl-Weller. Möglich werde das letztendlich nur über ein integriertes Gesamtkonzept auf der Basis innovativer Technologien wie zum Beispiel der Nutzung der Verdunstungskälte zur Gebäudekühlung oder des Einsatzes integrierter Tages- und Kunstlichtbeleuchtung, ergänzt Marco Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Vorhaben.

In drei Teilprojekten soll es bearbeitet werden. Teilprojekt I beschäftigt sich mit der energetischen Analyse des Krankenhauses Agatharied in Bayern; Teilprojekt II mit der Entwicklung eines Neubaus für das Universitätsklinikum in Frankfurt/Main, an dem demonstriert werden soll, wie die Planung auf dem Weg zu einem "funktionell und energetisch optimierten Gebäude" gestaltet werden muss - und zwar als ein Prozess, der Planer, Ingenieure und Energiefachleute von Beginn an zusammenführt. In diesem Projekt sollen aber auch Energieverbrauch und Energieströme in dem zu entwickelnden Haus erfasst und das Energiesparpotenzial aufgezeigt werden.

"Im Teilprojekt III wird der Energieverbrauch der einzelnen Funktionsstellen eines Krankenhauses, also der OP-Säle, Labore, Fachabteilungen untersucht, um Synergien aufzuzeigen", erklärt Nickl-Weller. Dahinter steht die Idee, die Energie, die zu viel produziert wird, jenen Bereichen zuzuführen, die sie benötigen - zum Beispiel Krankenzimmer und Aufenthaltsbereiche.

Der Ansatz, die Funktionsstellen eines Krankenhauses hinsichtlich ihres Energieverbrauches zu betrachten, ist neu und eröffnet die Möglichkeit, ein Modell zu entwickeln, mit dem die Bewertung des Energiebedarfs eines jeden anderen Krankenhauses möglich wird.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Berlin

 
 
 

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