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Flexibler Wiedereinstieg erwünscht

Flexibler Wiedereinstieg erwünscht

Foto: Ärztin und ältere Frau im Rollstuhl

Im Rahmen eines vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes hat das Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen die Perspektiven für Wiedereinsteiger in der Gesundheitswirtschaft untersucht. Die Nutzung der vorhandenen Jobpotentiale stehen häufig die belastenden Arbeitsbedingungen gegenüber, aber auch die Unsicherheit vieler Arbeitgeber bezüglich der weiteren Entwicklung des Gesundheits- und Pflegesektors.

Mögliche Tätigkeitsfelder für Wiedereinsteigerinnen oft auch in Konkurrenz zu Beschäftigungsoptionen für ältere Pflegekräfte. "Ein systematisches Personal- und Wiedereinstiegsmanagement mit alltagsnahen (über-)betrieblichen Qualifizierungsangeboten steht zudem bislang aus", so die IAT-Wissenschaftlerinnen Michaela Evans und Sandra Dörpinghaus.

Seit 2000 hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft um 13 Prozent zugelegt, Teilzeit sogar um mehr als die Hälfte und geringfügige Beschäftigung um ein Drittel. In der Branche mit hohem Anteil weiblicher Beschäftigter - etwa Arzthelfer/innen 99 Prozent oder Zahntechnik 56 Prozent) gibt es besonders in der Altersgruppe der 25-bis 39-Jährigen einen "Beschäftigungsknick".

Wer nach dem meist zwei- bis fünfjährigen Ausstieg wieder einsteigt, tut das in zwei Drittel der Fälle beim früheren Arbeitgeber. Der berufliche Wiedereinstieg von "außen" ist eher die Ausnahme. Viele halten während der Familienphase Kontakt zum Arbeitsumfeld, informell oder über geringfügige Beschäftigung.

Wie die Untersuchung zeigt, hängen die Chancen zum Wiedereinstieg ab von der Ausstiegsdauer, dem konkreten Tätigkeitsfeld und dem Qualifikationsniveau. In spezialisierten Fachbereichen, beispielsweise Intensivpflege, Anästhesiepflege, OP-Bereich, steigen die Beschäftigten aus Sorge um Entwertung ihres Fachwissens häufiger möglichst früh wieder ein. Der Wiedereinstieg erfolgt primär als "training on the job", allerdings kollidieren die für Arbeitgeber interessanten Arbeitszeiten - Wochenende, Ferien - oft mit Familienzeiten.

MEDICA.de; Quelle: Institut Arbeit und Technik

 
 
 

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