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Mobile Herz-Lungen-Maschinen in Einsatzübung

Mobile Herz-Lungen-Maschinen in Einsatzübung

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Akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland und erfordern vom Behandlungsteam das sofortige Eingreifen. Reichen alle konservativen Maßnahmen zur Erstversorgung des Kreislauf- oder Lungenversagens nicht aus, so stehen in Zentren der Maximalversorgung spezielle Herz-Lungen-Maschinen zur Verfügung. Der häufig in diesen Situationen notwendige Transport der lebensbedrohlich-kranken Patienten war in der Vergangenheit alleine wegen der Größe der Maschinen kaum möglich.

„Herkömmliche Herz-Lungen-Maschinen sind zu schwer und zu sperrig, um von einer Klinik in einen andere transportiert zu werden. Neu entwickelte, sehr viel kleinere Unterstützungssysteme machen den Transport nun auch in einem Hubschrauber oder Notarztwagen möglich“, erläuterte Professor Friedhelm Beyersdorf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie, die Hintergründe der realitätsnahen Übung, die mitten in der Duisburger Innenstadt stattfand.

Dort wurde nachgestellt, wie ein Rettungstransport mit Einsatz dieser neuen transportablen Herz-Lungen-Maschinen aussieht. Im Rahmen der „2. Fokustagung Herz“, einem Fachkongress von Herzchirurgen, Kardiotechnikern, Kardiologen und Intensivmedizinern, landete mitten in der Innenstadt ein Hubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht und ein speziell ausgestattetes Intensivmobil der Firma MedCareProfessional fuhr mit Blaulicht und Martinshorn vor. Es galt, bei der Übung vor zahlreichen Fachmedizinern und Zuschauern zwei junge Frauen, die ein Herz- beziehungsweise ein Lungenversagen simulierten, professionell zu versorgen und schnellstmöglich für den Transport in eine Spezialklinik vorzubereiten.

Entwickelt wurden die transportablen Herz-Lungen-Maschinen im Rahmen einer engen Zusammenarbeit von Kardiotechnikern, Herzchirurgen und Industrieunternehmen. Aktuell verfügen allerdings nur etwa 15 Schwerpunktkrankenhäuser über diese Geräte. „Diese aus medizinischer Sicht segensreichen Maschinen zukünftig in ausreichend vielen Krankenhäusern mit fachlich qualifiziertem Personal vorzuhalten, wird neben der organisatorischen auch eine kaufmännische Herausforderung werden“, so Doktor Dirk Buchwald von der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik (DGfK).


MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

 
 
 
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