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Tag des herzkranken Kindes – Damit Kinderherzen schlagen

Tag des herzkranken Kindes – Damit Kinderherzen schlagen

Foto: Kind hält Herzkissen in die Höhe

Die im vergangenen Jahr abgeschlossene Studie „Prävalenz angeborener Herzfehler“ (PAN) hat ergeben, dass in Deutschland jedes Jahr 7000 bis 8000 Kinder mit einer Fehlbildung des Herzens oder der herznahen Gefäße geboren werden. Damit ist jedes 100. neugeborene Kind betroffen und der angeborene Herzfehler die häufigste angeborene Organerkrankung.

Die Behandlung dieser Patienten ist auf höchstem internationalem Niveau und soll zum ersten Juli dieses Jahres durch die Etablierung einer nationalen Qualitätssicherung aller Eingriffe noch weiter verbessert werden. Ab diesem Tag werden bundesweit in allen 80 deutschen Herzzentren Daten zu Behandlungsmethoden und -erfolgen erfasst und miteinander verglichen.

Pro Jahr werden in Deutschland über 5500 Operationen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler durchgeführt. Rund 50 Prozent dieser Eingriffe erfolgen bereits im Säuglingsalter. Die Sterblichkeitsrate bei diesen Eingriffen konnte in den letzten 15 Jahren von 4,2 auf 2,8 Prozent gesenkt werden. Ferner werden rund 5000 therapeutische Eingriffe pro Jahr im Rahmen von Herzkatheteruntersuchungen bei Kindern vorgenommen. Mit den genannten Maßnahmen wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass heute zwischen 85 und 90 Prozent der Betroffenen das Erwachsenenalter erreichen.

„Die vergleichende Qualitätssicherung ist ein Meilenstein in der Behandlung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern und wird zur kontinuierlichen Verbesserung der Behandlung dieser Menschen beitragen“, ist sich Professor Friedrich Wilhelm Mohr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), sicher. Ab dem 1. Juli 2011 werden mit Einwilligung der Patienten oder ihrer Eltern Daten zum Behandlungsverlauf erhoben und die Behandlungsergebnisse nach dem medizinischen Eingriff ausgewertet. „Die Daten eröffnen die Möglichkeit, den Behandlungsverlauf sowohl kurz- als auch mittelfristig zu bewerten, Nutzen und Risiken der verschiedenen Verfahren abzuwägen und fundierte Kriterien für den Einsatz der unterschiedlichen Behandlungsoptionen zu erarbeiten“, sagte Professor Felix Berger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie (DGPK).

Der Tag des herzkranken Kindes wurde 1994 vom Bundesverband herzkranker Kinder initiiert. Seitdem wird jährlich am 5. Mai auf die Probleme von herzkranken Kindern und die medizinische Entwicklung in der Behandlung hingewiesen. Eine Übersicht zu den diesjährigen Veranstaltungen ist im Internet unter www.bvhk.de im Bereich „Veranstaltungen“ zu finden.


MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Thorax, Herz und Gefässchirugie

 
 
 

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