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Bereits in der Kindheit gegen Cholesterinerhöhung ansteuern

Bereits in der Kindheit gegen Cholesterinerhöhung ansteuern

Foto: Herz und Tabletten

Abnormalitäten des Fettstoffwechsels sind meist Hinweise auf frühe Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Atherosklerose, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegende Prozess, beginnt in der Kindheit und beschleunigt sich während des Wachstumsalters. Diese Progression verläuft je nachdem, ob ein Mensch eine genetische Prädisposition für frühe Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat oder nicht. Erhöhte LDL-C, niedrige HDL-C und hohe Triglyceride sind die am meisten sensitiven und spezifischen Risikofaktoren für frühe Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei Personen mit genetischen Abnormalitäten, die sie für Atherosklerose prädisponieren – etwa eine familiäre Cholesterinerhöhung (Hypercholesteriolämie, FH) – ist die Wachstumsphase besonders kritisch. 15 Prozent der Teenager mit FH haben bei der ärztlichen Untersuchung periphere Fetteinlagerungen (Lipiddepositionen) in der Haut oder in den Augen. 50 Prozent der FH-Patienten haben periphere Lipiddepositionen in ihren Dreißigern und cirka ein Jahrzehnt später manifeste Herz-Kreislauf-Krankheiten. Weil die Hälfte aller ersten Herzereignisse tödlich ist, ist Prävention von zentraler Bedeutung, so Eyermann.

Therapeutische Lifestyleänderungen mit regelmäßigen körperlichen Aktivitäten und Diät sind die Säulen in der Prävention und Behandlung von Hyperlipidämien. Personen mit Hyperlipidämie sollten eine Diät essen, die reduziert ist an Fett, Cholesterin und gesättigtem Fett, aber ausreichend an Kalorien, um Wachstum und Entwicklung der Kinder nicht negativ zu beeinflussen. Zusätzlich sind bei manchen Heranwachsenden Blutfette-senkende Medikamente hilfreich.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.