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Neue Leitlinie für Patienten mit Diabetes-Typ-1

Neue Leitlinie für Patienten mit Diabetes-Typ-1

Patienten müssen sich lebenslang Insulin spritzen. Um mit Typ-1-Diabetes gut leben zu können, ist es wichtig, dass Arzt und Patient die bestmögliche und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Behandlung anwenden.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) legt deshalb jetzt ihre aktualisierte evidenzbasierte Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes vor. Die Fachgesellschaft richtet sich damit an Ärzte, Laien, Pflegende und Diabetes-Berater.

Diabetes mellitus Typ-1 kennzeichnet ein „absoluter Insulinmangel“. Denn bei dieser Autoimmunerkrankung gehen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zugrunde. Dem Körper fehlt dadurch das lebenswichtige blutzuckersenkende Hormon Insulin, sodass der Patient es sich lebenslang spritzen muss. „Typ-1-Diabetes erfordert eine möglichst konsequent durchgeführte Therapie“, sagt Professor Stephan Matthaei, Präsident der DDG aus Quakenbrück und Herausgeber der Leitlinie, „dann können die Betroffenen erfahrungsgemäß einen weitgehend normalen und aktiven Alltag leben“. Die nun vorliegende aktuelle S3-Leitlinie der DDG sei für die Qualität der medizinischen Versorgung der Menschen mit Typ-1-Diabetes unerlässlich und ein wichtiger und hilfreicher Leitfaden für jeden Arzt, der Patienten mit Diabetes behandelt. Sie definiert den Typ-1-Diabetes, beschreibt Therapieziele, Therapie und Kontrolle in der Behandlung.

Das Thema Therapie gliedern die Experten in der Leitlinie in vier Bereiche: Insulintherapie, Ernährung, Schulung und psychosoziale Betreuung. Zu den Strategien der Behandlung gehört neben der richtigen Medikation, dass die Insulintherapie im Rahmen einer strukturierten Diabetes-Betreuung und -Schulung stattfindet. „Von Menschen mit Typ-1-Diabetes erwarten Ärzte in der Regel, dass sie die Therapie – unter ärztlicher Anweisung – selbst umsetzen“, sagt Professor Andreas Fritsche.Darüber hinaus befassen sich die Autoren mit der Behandlung in besonderen Situationen, etwa bei Operationen, auf Reisen oder auch bei Komplikationen.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)

 
 
 
 
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