Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: MEDICA-Portal. MEDICA Magazin. Archiv. Ärzte.

Wie verändert sich die Onkologie

Wie verändert sich die Onkologie

Aufgrund der demografischen Entwicklung nimmt die Zahl der Krebserkrankungen jährlich zu. Krebs ist auch eine Erkrankung des Alters. Aber nicht nur die hohe Anzahl an Patienten, sondern insbesondere der ständige Fortschritt in der Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen führt dazu, dass sich die Onkologie stark verändert. Bisher wurden Krebspatienten in den verschiedenen Kliniken behandelt.

Die Zukunft sieht anders aus: „Wir entwickeln uns weg von einer Organorientierung hin zu einer Problemorientierung“, erklärt Doktor Wolfgang Hilbe von der Universitätsklinik für Innere Medizin. „Damit wir den Anforderungen der Zukunft begegnen können, werden fach- und sektorübergreifende Organisationsstrukturen geschaffen, um die Versorgung der Patienten, die Forschung, die Lehre und Weiterbildung auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.“

In Innsbruck wurde 2011 die Basis für ein Expertenzentrum zur Behandlung von Tumorpatienten (Comprehensive Cancer Center) geschaffen. „Ziel des Innsbrucker Tumorzentrums ist es, dass nicht die Patienten zu einzelnen Ärzten kommen, sondern das Fachwissen von Ärzten zum einzelnen Patienten,“ sagt Hilbe. Drehscheibe ist hier das Tumorboard, ein interdisziplinäres Expertengremium, das den Behandlungsweg vorgibt.

In der modernen Onkologie arbeiten viele Bereiche zusammen, um auch Patienten, bei denen eine Heilung nicht möglich ist, ein längeres Leben bei guter Lebensqualität zu ermöglichen. „Es werden verschiedene Methoden aus der Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie und molekularen Therapie eingesetzt“, sagt Hilbe. „Hinzu kommen eine optimale Schmerztherapie und psychoonkologische Maßnahmen, bei denen auch die Angehörigen mit einbezogen werden. Darüber hinaus werden Begleiterkrankungen behandelt und es wird versucht, durch die richtige Ernährung den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.“ Das entspricht den Zielen einer modernen Krebstherapie. „Wir wollen zufriedene Patienten mit einer möglichst hohen Lebensqualität“, betont Hilbe.

MEDICA.de; Quelle: Medizinische Universität Innsbruck