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Die Prognose hat sich verbessert

Die Prognose hat sich verbessert

„Die Prognose von Brustkrebs hat sich aufgrund neuer Therapieoptionen und der konsequenten interdisziplinären Behandlung weiter verbessert“, sagt Professor Christof Sohn, Direktor der Universitäts-Frauenklinik. Die Ergebnisse belegen dies: Eine Auswertung deutscher Krebsregister durch das Robert Koch Institut im Jahr 2010 ergab für die Zeitspanne von 2000 bis 2004 für Brustkrebspatientinnen eine Wahrscheinlichkeit von 79,6 Prozent, die ersten fünf Jahre nach Therapie zu überleben. Eine aktuelle Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums, in der Daten elf deutscher Krebsregister aus den Jahren 2002 bis 2006 analysiert wurden, kommt auf rund 84 Prozent. In den USA lag diese Wahrscheinlichkeit laut US-amerikanischem National Cancer Institute zwischen 1999 und 2006 bei 89 Prozent.

Das interdisziplinäre Team um Doktor Jörg Heil und Professor Andreas Schneeweiss wertete die Daten aller 3338 Patientinnen mit bösartiger Brustkrebserkrankung aus, die in den Jahren 2003 bis 2010 am Heidelberger Brustzentrum nach Erstdiagnose behandelt wurden. Fünf Jahre nach der Erstbehandlung waren 80 Prozent der Frauen krankheitsfrei, der Krebs war also nicht mehr aufgetreten. Bei 15 Prozent war erneut ein Tumor in der Brust gewachsen, bei 19 Prozent traten Metastasen auf, bei manchen beides. 86 Prozent der Patientinnen überlebten die ersten fünf Jahre nach der erstmaligen Erkrankung. Unter Berücksichtigung der Todesfälle, die nicht auf die Brustkrebserkrankung zurückgehen, ergab die Auswertung: Nur 10 Prozent der Patientinnen starben in den ersten fünf Jahren nach ihrer Behandlung an Brustkrebs.

„Unsere Ergebnisse sind eine Basis, um die Vorsorge und Versorgung von Brustkrebspatientinnen weiter zu verbessern“, sagt Schneeweiss. „Hier sind wir mit den im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg geschaffenen Strukturen richtungsweisend für andere Zentren in Deutschland.“

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

 
 
 
 
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