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Zwei neue Helmholtz-Virtuelle-Institute

Zwei neue Helmholtz-Virtuelle-Institute

Foto: Transistor aus Nanopartikeln

Ziel des Virtuellen Instituts „Gedruckte Elektronik auf der Basis von Anorganischen Nanomaterialien: Vom Atom über funktionelle Komponenten zum Bauteil‘’ ist es, fachübergreifend Konzepte zur Herstellung kommerziell interessanter gedruckter Schaltungen zu entwickeln. Gedruckte Elektronik beruht auf der Herstellung elektronischer Bauteile mit Standarddruckverfahren, wie Tintenstrahldruck oder Rolle-zu-Rolle Druck. „Vorteile der druckbaren Elektronik aus anorganischen Partikeln sind die hohe theoretische Beweglichkeit der Ladungsträger sowie die Stabilität der Materialien“, sagt Professor Horst Hahn, Sprecher des Virtuellen Instituts. Bislang ist die Verarbeitung der anorganischen Materialien noch sehr komplex. So benötigt sie hohe Temperaturen, preisgünstige Träger für druckbare Elektronik wie Papier und Polymere eignen sich damit nicht. Um diese Einschränkungen zu überwinden, verfolgen die Wissenschaftler zwei neue Konzepte zur Steuerung (Gating) für Transistoren: zum einen mit festen Kompositelektrolyten und anorganischen Nano-Strukturen als aktive Schichten (3-dimensionales Steuern), zum anderen mit einem Hybridsystem aus organischen und anorganischen Strukturen. Ziel ist es, neue Materialien und die elektronischen Komponenten zu entwickeln sowie deren Funktionalität und Stabilität zu bestimmen – dabei geht es auch um wirtschaftliche Aspekte und die technische Machbarkeit.

Beim Virtuellen Institut „DESERVE: Prozessstudien zum Erdsystem unter den einzigartigen Bedingungen des Toten Meeres“, das Atmosphären- und Klimaforschung mit Erdwissenschaften und Wasserforschung kombiniert. „Das Tote Meer dient uns dabei als ‚Freiluftlabor‘ – in einem weltweit einzigartigen Natur- und Kulturraum, an dem wir einen schnellen Umweltwandel mit langfristiger Wirkung nachvollziehen können“, sagt Professor Christoph Kottmeier, Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung – Forschungsbereich Troposphäre am KIT und Sprecher des Virtuellen Instituts.

Die Virtuellen Institute werden mit jährlich bis zu 600 000 Euro über drei bis fünf Jahre aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert, dazu kommen Eigenmittel der Zentren, sodass die Forschungsvorhaben insgesamt mit bis zu 900 000 Euro jährlich finanziert werden können.

MEDICA.de; Quelle: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 
 
 
 
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