Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: MEDICA-Portal. MEDICA Magazin. Archiv.

Neues Messverfahren erfasst Richtungshören

Neues Messverfahren erfasst Richtungshören

Foto: Probemessung

„Das Verfahren könnte sowohl im Bereich der Diagnostik zur genaueren Untersuchung der Hörentwicklung als auch in der Rehabilitation von Hörstörungen eingesetzt werden“, sagt Professor Karsten Plotz vom Institut für Hörtechnik und Audiologie der Jade Hochschule, einer der Projektleiter des Forschungsprojektes „Erfassung des Richtungshörens bei Kindern (ERKI)“.

Momentan bereits im Einsatz ist ein Prototyp, bei dem Lautsprecher im Halbkreis um das Kind aufgebaut sind („Mainzer-Kindertische“). Das neue Verfahren positioniert die Klangquellen im Lautsprecherhalbkreis virtuell, wodurch die Anzahl der wahrgenommenen Geräuschquellen beliebig erhöht werden kann. Die Messungen liefern durch diese virtuelle Akustik sehr viel genauere Ergebnisse.

Um die Richtungsangaben der Probanden automatisch, genau und in Echtzeit zu erfassen, entwickeln Forscher der Jade Hochschule zusätzlich ein optisches 3D-Messsystem. Die Kinder erhalten eine Kappe und ein Zeigeinstrument (ähnlich einem „Laserschwert“). Dreht das Kind seinen Kopf in Richtung der Geräuschquelle und zeigt auf die gehörte Quelle, wird durch ein direktes Anzeigen der Richtung ein optisches Feedback erzeugt, das dem Kind Sicherheit gibt. Die Bewegung wird zeitgleich optisch erfasst und die Daten werden automatisch mit den Audiodaten zusammengeführt.

„Die besondere Herausforderung liegt in der Entwicklung einer äußerst kostengünstigen Lösung, die an vorhandene Anlagen angepasst werden kann“, sagt Professor Thomas Luhmann.

MEDICA.de; Quelle: Jade Hochschule

 
 
 

Mehr Informationen