Diabetes: flächendeckende Prävention, frühzeitige "Impfung"?

Diabetes: flächendeckende Prävention, frühzeitige "Impfung"?

Interview mit Dr. Peter Achenbach, Stellv. Institutsdirektor, Arbeitsgruppenleiter Immunphänotypisierung, Helmholtz Zentrum München, Institut für Diabetesforschung

Diabetes erwischt neue Patienten oft kalt - etwa wenn sie mit einer Stoffwechselentgleisung in der Notaufnahme landen. Häufig betrifft das Kinder. Ihr Immunsystem zerstört schon früh die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und verursacht so einen Typ 1 Diabetes. Der ließe sich durch frühes Screening erkennen und mit einer Regulierung des Immunsystems möglicherweise sogar vermeiden.

08.04.2016

Foto: Lächelnder Mann mit kurzen dunklen Haaren und Brille - Dr. Peter Achenbach

Dr. Peter Achenbach; ©Dr. Peter Achenbach

Foto: Kind wird mit einer Stechhilfe in den Finger gestochen

In einer kleinen Blutprobe suchen die an "Fr1da" beteiligten Forscher nach ersten Anzeichen für die schädliche Autoimmunreaktion, die irgendwann einen Diabetes verursachen wird; ©Institut für Diabetesforschung

Foto: Arzt entnimmt Mädchen eine Blutprobe aus dem Finger

Im Rahmen der "Fr1da"-Studie sollen 100.000 Kinder in Bayern untersucht werden. Eine so umfangreich durchgeführte Präventionsstudie ist weltweit bisher einmalig; ©Institut für Diabetesforschung

Foto: Vater mit Baby spricht mit dem Kinderarzt

Die "Pre-Point early"-Studie richtet sich an Kinder zwischen sechs bis 24 Monaten mit einem hohen familiären, genetischen Risiko für Typ 1 Diabetes, die noch keine Autoantikörper entwickelt haben; ©Institut für Diabetesforschung

Foto: Timo Roth; Copyright: B. Frommann

© B. Frommann