Forschern gelingt genetische Entdeckungsreise --

Bild: menschlicher Kopf und Gehirn ; Copyright: panthermedia.net/Cliparea

Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

22.09.2017

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht.
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Bild: Abbildung des Nervensystems; Copyright: panthermedia.net/ktsdesign

Lehrbücher müssen neu geschrieben werden: Ursprung des Nervensystems entdeckt

12.09.2017

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben nach fünf Jahren intensiver Forschungsarbeit die Herkunft des menschlichen Nervensystems ergründet. Damit lösen sie eine Jahrzehnte alte Frage: Wurde unser Nervensystem und das Strickleiternervensystem von Insekten und Spinnen zweimal erfunden? Oder haben beide Systeme einen gemeinsamen Ursprung?
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Bild: Querschnitt durch die Fibrille, in dem die stufenweise überlappende Anordnung der Aβ-Proteine deutlich wird; Copyright: Forschungszentrum Jülich/HHU Düsseldorf/Gunnar Schröder

Schärfstes Bild von Alzheimer-Fibrillen zeigt bislang unbekannte Details

12.09.2017

Ein deutsch-niederländisches Forscherteam hat die Struktur einer Amyloid-Fibrille in bislang unerreichter Auflösung entschlüsselt. Fasern aus dem körpereigenen Protein Amyloid-beta (Aß) sind der Hauptbestandteil krankhafter Eiweißablagerungen im Gehirn. Diese gelten als zentrales Kennzeichen der Alzheimerschen Demenz.
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Bild: Klemmbrett mit der Überschrift

Nach Schlaganfall motorische Defizite exakter feststellen

08.09.2017

Nach einem Schlaganfall scheitern viele Menschen an täglichen Handgriffen im Haushalt. Der Grund dafür sind Lähmungserscheinungen, die von Schädigungen im Gehirn herrühren. Diese wirken sich auf die feinmotorischen Fähigkeiten aus. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) zeigt nun einen Weg auf, der zu einer besseren Diagnose und gezielteren Therapie führt.
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Bild: Wortfeld mit Bezeichnungen neurodegenerativer Erkrankungen; Copyright: panthermedia.net/Birgit Reitz-Hofmann

Verändertes Immunsystem im Gehirn kann Neurodegeneration hervorrufen

06.09.2017

Krebsmedikament könnte baldige Therapie ermöglichen.
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Bild: einzelne Mikrogliazelle (in Gelb), weitere Mikroglia (in Grün); Copyright: Petra Füger, 2017

Abwehrzellen im Gehirn leben länger als gedacht

05.09.2017

Bei Mäusen können Mikrogliazellen die gesamte Lebenszeit der Tiere erreichen. Ihre Lebensdauer ist eng mit ihrer möglichen Rolle beim Immungedächtnis und neurodegenerativen Erkrankungen verbunden.
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Bild: Rekonstruktion einzelner Nervenzellen im elektronenmikroskopischen Gehirn einer Fliegenlarve; Copyright: Universität Konstanz

Die Vermessung des Gehirns

15.08.2017

Ein großer Schritt auf dem Weg zur Entschlüsselung des Gehirns: Katharina Eichler, Doktorandin an der Universität Konstanz, hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit bei dem Konstanzer Neurobiologen Dr. Andreas Thum erstmals das Konnektom der Pilzkörper im Gehirn einer Fliegenlarve (Drosophila melanogaster) beschrieben – den Schaltplan der Nervenzellen.
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Bild: Molekülstruktur; Copyright: panthermedia.net/pol

Ein molekularer Lautstärkeregler

10.08.2017

Vor gut zwei Jahren haben Wissenschaftler der Uni Würzburg entdeckt, dass eine bestimmte Klasse von Rezeptoren mechanische Reize wahrnehmen kann. Jetzt haben sie begonnen, die molekularen Mechanismen zu entschlüsseln.
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Bild: Nervenzellen; Copyright: panthermedia.net/ktsdesign

Wissenschaftler erforschen an Fruchtfliegen, wie Nervenzellen Reize wahrnehmen

09.08.2017

Sensorische Nervenzellen haben die Aufgabe, Reize unserer Umwelt wahrzunehmen und an das Gehirn weiterzuleiten. Nun haben Wissenschaftler der Universitäten Leipzig und Würzburg erstmals am Tiermodell der Fruchtfliege beobachten können, wie eine bisher wenig erforschte Klasse von Rezeptorproteinen für die Wahrnehmung von mechanischen Reizen in die Kommunikation von Nervenzellen eingreift.
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Bild: Tastatur, Stethoskop und die geschriebenen Worte:

Multiple Sklerose: Schutzeffekt des Antibiotikums Minocyclin noch nicht ausreichend belegt

08.08.2017

Das Antibiotikum Minocyclin verzögert möglicherweise den Ausbruch von Multipler Sklerose (MS). In einer im "New England Journal of Medicine" publizierten Studie erkrankten unter Minocyclin sechs Monate nach einem ersten Schub neurologischer Symptome halb so viele Patienten an MS wie unter Placebo. Nach 24 Monaten war der Schutzeffekt des Antibiotikums allerdings nicht mehr nachweisbar.
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Bild: zwei Fotos vom FlyPi-System; Copyright: Tom Baden/CIN

Laborausrüstung muss nicht teuer sein

03.08.2017

Tübinger Neurowissenschaftler haben ein kostengünstiges Laborsystem für den Selbstbau entwickelt. In der Neurowissenschaft ist die Laborausrüstung oft der größte Kostenfaktor ‒ dabei liefern auch Experimente mit selbstgebauten Setups aus dem 3D-Drucker und mit selbst programmierter Elektronik gute Resultate.
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Bild: Darstellung der Hirnentwicklung in der Petrischale; Copyright: Franco Weth/KIT

Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

03.08.2017

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen.
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Bild: herbstlicher Baum in Form eines Menschenkopfs, der die Blätter verliert; Copyright: panthermedia.net/lightsource

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

28.07.2017

MHH-Forscher haben Mechanismus entdeckt, der für das Lernen und Erinnern wichtig ist.
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Bild: Zeichnung eines Kinderkopfes mit einem Puzzleteil darin; Copyright: panthermedia.net/lightsource

Chancen für die Behandlung von Kinderdemenz

27.07.2017

Demenz ist keine reine Alterskrankheit – auch Kinder und Jugendliche können davon betroffen sein. Ein Forschungsteam der Universität Würzburg sieht gute Chancen, mit etablierten Medikamenten gegen Kinderdemenz vorzugehen. Kinderdemenzen sind genetisch bedingte Stoffwechselerkrankungen des Gehirns.
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Bild: trauriges Kind; Copyright: panthermedia.net/zaur.mail.ru

Lese-Rechtschreibstörung rechtzeitig erkennen: Grundlagen für zukünftigen Frühtest gelegt

24.07.2017

Fünf Jahre gemeinsame Forschungsarbeit könnten ihn möglich machen: Einen Frühtest, der die weitverbreitete Lese-Rechtschreibstörung (LRS) rechtzeitig erkennt – und so rund fünf Prozent der Kinder einen langen Leidensweg ersparen könnte.
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Bild: Kontrollraum eines MRTs, Techniker steht im Hintergrund am MRT; copyright: panthermedia.net/Nimon Thong-Uthai

Weltweit stärkstes MRT-Gerät bekommt sein Herzstück

18.07.2017

Ein 132 Tonnen schwerer Magnet wurde am 6. Juni 2017 im Forschungszentrum NeuroSpin in Paris-Saclay, Frankreich, eingebaut. Er bildet das Herzstück des weltweit stärksten Magnetresonanztomografie-Scanners (MRT) für Menschen. Dieser wurde im Rahmen des deutsch-französischen Großprojekts INUMAC gebaut.
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Bild: Ein alter Mann reibt sich die Schläfen; Copyright: panthermedia.net/Oleg Dudko

Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls über 72 Stunden ist gerechtfertigt

29.06.2017

Laut einem kürzlich ergangenen Sozialgerichtsurteil ist bei einem moderaten Schlaganfall ohne weitere Besonderheiten eine neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls über 72 Stunden nicht erforderlich. Dieses Urteil hat Stroke-Unit-Betreiber erheblich verunsichert. Sie sehen dadurch die Versorgung von Schlaganfallpatienten ebenso wie die Finanzierung ihrer Abteilungen in Gefahr.
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Bild: Zebrafischgehirn, Fluoreszenzbild (links) und 3D-Bild (rechts); Copyright: privat

"Ein 3D-Film des Gehirns in Aktion"

08.12.2016

Dabei zusehen, wie Millionen von Nervenzellen im Gehirn miteinander interagieren – für eine lange Zeit war das nur begrenzt möglich. Die bisherigen Techniken können lediglich die obersten Schichten visualisieren oder sie sind zu langsam in der Bildgebung. Aber nun haben Prof. Daniel Razansky und sein Team eine neue Methode zur Visualisierung entwickelt.
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Bild: Eileen Stark bereitet Dominik Wetzel für eine Messung vor; Copyright: WHZ/Helge Gerischer

Querschnittslähmung: Muskeln mittels elektrischer Impulse bewegen

22.11.2016

Etwa 1.800 Mal im Jahr passiert es: Nach einem Unfall beim Sport oder im Straßenverkehr wird das Rückenmark einer Person so verletzt, dass Nervenbahnen durchtrennt werden und sie querschnittsgelähmt sind. Forscher wollen nun eine Software entwickeln, die Hirnsignale von querschnittsgelähmten Patienten misst und durch ein System elektrische Impulse aussendet.
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Bild: Geschlossene Augen einer Patientin. Über den Augenbrauen sind jeweils eine Elektrode angebracht; Copyright: savir-center.com

Elektrostimulation: Mit Stromstößen gegen Erblindung

22.07.2016

Weltweit leiden Millionen Menschen an einer Teilerblindung – durch Glaukom, einen Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Jahrelang galt der Verlust der Sehkraft als irreversibel. Doch eine neuartige Behandlung ermöglicht es, das Sehvermögen zu verbessern.
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Foto: Laborratte

Multiple Sklerose: Wirkt der Darm auf das Immunsystem?

01.12.2015

Multiple Sklerose kann scheinbar jeden treffen – ungeachtet von Alter, Herkunft, Lebensweise oder Geschlecht. Aber warum trifft sie dann nicht jeden? Scheinbar bestimmen nicht nur genetische und Umweltfaktoren, ob sie entsteht oder nicht. Auch die zahllosen Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln, könnten daran beteiligt sein.
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EKG-Messungen: "Unser Brustgurt befeuchtet sich selbst"

01.07.2015

Bei der Messung der Herzmuskelaktivität ist es wichtig, dass die Haut unter den Elektroden des EKGs stets feucht bleibt. Nur so können die Daten konstant übertragen werden. Sportler haben es hier leicht: Sie schwitzen fast immer. Bei älteren Patienten ist es wiederum schwieriger.
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Grafik: Zeichnung des menschlichen Kreuzbeins

Chirurgie: "Im kleinen Becken ist Neuromonitoring noch Neuland"

08.05.2015

Rund um den Darm liegt ein dichtes Nervengeflecht, das Chirurgen Probleme bereitet: Einerseits ist es schwer vom umgebenden Gewebe zu unterscheiden, andererseits müssen manchmal Teile davon zusammen mit einem Teil des Darms entfernt werden. Eine Beschädigung dieser Nerven kann aber bleibende Schäden zur Folge haben, denn sie kontrollieren Blasenfunktion, Schließmuskulatur und Sexualfunktionen.
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Am Lebensende selbst entscheiden: „Der Patient muss aufgeklärt worden sein über alle Möglichkeiten der Palliativmedizin, der Leidenslinderung und des Weiterlebens“

01.12.2014

Wie geht man als Mediziner damit um, wenn ein Patient sterben möchte und welche Rechte habe ich als Patient eigentlich? Diese und andere Fragen werden nicht automatisch von Juristen beantwortet. Wir sprachen zum Thema mit Dr. Dr. Ralf Jox vom Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Wachkoma: Hirnstimulation durch Laserstrahl

01.09.2014

Die Öffentlichkeit bemerkt Erkrankungen erst dann, wenn Prominente Patienten werden: Im Frühjahr 2014 fiel Formel-1-Pilot Michael Schuhmacher nach einer Kopfverletzung bei einem Skiunfall für mehrere Monate ins Koma. Solche Unfälle zeigen, wie empfindlich das Gehirn auf Schäden reagiert. Hirnstimulation könnte möglicherweise die Rehabilitation bei Wachkomapatienten unterstützen.
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Parkinson-Diagnose: Die Haut lässt tief blicken

01.07.2014

Parkinson ist eine Krankheit, in deren Verlauf bestimmte Nervenzellen im Gehirn absterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Das macht sich nach einigen Jahren durch bestimmte körperliche Symptome bemerkbar. Trotzdem kann die Krankheit erst nach dem Tod des Patienten durch eine Untersuchung des Gehirns sicher diagnostiziert werden. Eine zuverlässige Diagnosemöglichkeit zu Lebzeiten fehlt.
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