Bild: Mikroskopisches, gefärbtes Bild einer Nervenzelle; Copyright: AG van Echten-Deckert/Uni Bonn

Gestörter Fettabbau im Gehirn lässt Mäuse verdummen

22.05.2017

Eine Studie unter Leitung der Universität Bonn wirft einen neuen Blick auf die Entstehung von Demenzerkrankungen. Die Wissenschaftler unterbanden im Gehirn von Mäusen den Abbau eines bestimmten Fettmoleküls. Die Tiere lernten daraufhin deutlich schlechter und konnten sich nicht mehr so gut erinnern. Zudem stieg in ihrem Gehirn die Menge Alzheimer-spezifischer Proteine stark an.
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Bild: Kind liegt auf Liege vor einem MRT, daneben stehen Mutter und zwei Ärzte; Copyright: panthermedia.net/Olesia Bilkei

MRT-Kontrastmittel: Neue Studie spricht für Sicherheit

19.05.2017

Untersuchungen bei Kindern mit Magnetresonanztomografie und Kontrastmittel sind in einigen Situationen unumgänglich. Umso wichtiger ist, dass das eingesetzte Kontrastmittel möglichst gut verträglich ist. In einer Untersuchung zum Einsatz von makrozyklischem Gadolinium bei Kindern fanden Kinderradiologen aus Düsseldorf keine Anzeichen für Ablagerungen des MRT-Kontrastmittels im Nervensystem.
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Bild: Computergenerierte Grafik eines Gehirns neben einer DNA-Spirale; Copyright: panthermedia.net/Wavebreakmedia Ltd

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

04.05.2017

Wissenschaftler der Universität Basel haben in zwei unabhängigen Studien nachgewiesen, dass sowohl die Struktur des Gehirns als auch mehrere Gedächtnisfunktionen mit Genen des Immunsystems in Zusammenhang stehen. Die Fachzeitschriften Nature Communications und Nature Human Behaviour haben die Forschungsresultate veröffentlicht.
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Bild: Viele Menschen, das N2B-Konsortium, stehen auf einer Treppe; Copyright: Fraunhofer IGB

Nose2Brain – Effizientere Therapie von Multipler Sklerose

27.04.2017

In einem von der EU geförderten Forschungsprojekt entwickelt ein internationales Konsortium in den kommenden Jahren eine neue Technologie für eine bes-sere Behandlung von Multipler Sklerose. Der innovative "Nose2Brain"-Ansatz sieht vor, einen speziellen Wirkstoff direkt über die Nase in das zentrale Nervensystem zu transportieren.
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Bild: Zwei Forscher im Labor betrachten einen Bildschirm mit grünen und roten Stäbchen darauf; Copyright: J. Hillmer, DWI

Ein injizierbares Navigationssystem für Nervenzellen

12.04.2017

Bei vielen Geweben in unserem Körper spielt die räumliche Ausrichtung der Zellen eine entscheidende Rolle. Ein Beispiel hierfür sind Nervenzellen, deren lange Fortsätze sich vielfach zu Nervenbahnen zusammenfinden und Informationen durch den Körper transportieren. Wird ein solches Gewebe verletzt, ist es für den Heilungsprozess besonders wichtig, dass sich die Zellen räumlich orientieren können.
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Bild: Ein rot und grün gefärbtes Bild von Gewebe; Copyright: Patricia Himmels, Carmen Ruiz de Almodóvar

Motoneuronen zeigen den Blutgefäßen, wo es langgeht

07.04.2017

Einen entscheidenden Regulator für die Bildung von Blutgefäßen im sich ausbildenden Rückenmark während der Embryonalphase haben Heidelberger Neurowissenschaftler identifiziert. Sie konnten zeigen, dass spezielle Nervenzellen – sogenannte Motoneuronen – diesen Vorgang kontrollieren.
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Bild: Schwarz-weißes Bild, in dem einige Körperstrukturen farbig hervorgehoben sind; Copyright: ARTORG, Universität Bern

"Instrumentenflug" zum Innenohr

04.04.2017

Chirurgen und Ingenieure des Inselspitals und des ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern haben gemeinsam einen hochpräzisen Operationsroboter für die Cochlea-Implantation entwickelt. Die Forschungsarbeit zur weltweit ersten, erfolgreich durchgeführten roboterassistierten Cochlea-Implantation wurde in der Fachzeitschrift Science Robotics publiziert.
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Bild: Ein Forscher und eine Forscherin im Labor; Copyright: FZ/E. Deiters-Keul

Wissenschaftler programmieren Haut- zu Hirnzellen

15.03.2017

Wissenschaftlern der Universität Münster und des Max-Planck-Instituts (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster ist es gelungen, bestimmte Hirnzellen (Oligodendrozyten) aus Hautzellen herzustellen - und zwar erstmals auf besonders effiziente Weise. So ist es möglich, große Mengen der Zellen zu gewinnen, was für die Forschung von Bedeutung ist.
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Bild: Darstellung in Grau einer Nervernzellenvernetzung; Copyright: Julia Kuhl

Mit Künstlicher Intelligenz das Gehirn verstehen

28.02.2017

Wie entsteht Bewusstsein? Die Antwort steckt vermutlich in den Verbindungen zwischen Nervenzellen. Doch kaum etwas ist über den Schaltplan des Gehirns bekannt. Ein Problem: Kein Computer konnte bislang die Zellkontakte sicher identifizieren. Dies wollen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie nun mit künstlicher Intelligenz ändern.
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Bild: Zebrafischgehirn, Fluoreszenzbild (links) und 3D-Bild (rechts); Copyright: privat

"Ein 3D-Film des Gehirns in Aktion"

08.12.2016

Dabei zusehen, wie Millionen von Nervenzellen im Gehirn miteinander interagieren – für eine lange Zeit war das nur begrenzt möglich. Die bisherigen Techniken können lediglich die obersten Schichten visualisieren oder sie sind zu langsam in der Bildgebung. Aber nun haben Prof. Daniel Razansky und sein Team eine neue Methode zur Visualisierung entwickelt.
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Bild: Eileen Stark bereitet Dominik Wetzel für eine Messung vor; Copyright: WHZ/Helge Gerischer

Querschnittslähmung: Muskeln mittels elektrischer Impulse bewegen

22.11.2016

Etwa 1.800 Mal im Jahr passiert es: Nach einem Unfall beim Sport oder im Straßenverkehr wird das Rückenmark einer Person so verletzt, dass Nervenbahnen durchtrennt werden und sie querschnittsgelähmt sind. Forscher wollen nun eine Software entwickeln, die Hirnsignale von querschnittsgelähmten Patienten misst und durch ein System elektrische Impulse aussendet.
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Bild: Geschlossene Augen einer Patientin. Über den Augenbrauen sind jeweils eine Elektrode angebracht; Copyright: savir-center.com

Elektrostimulation: Mit Stromstößen gegen Erblindung

22.07.2016

Weltweit leiden Millionen Menschen an einer Teilerblindung – durch Glaukom, einen Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Jahrelang galt der Verlust der Sehkraft als irreversibel. Doch eine neuartige Behandlung ermöglicht es, das Sehvermögen zu verbessern.
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Foto: Laborratte

Multiple Sklerose: Wirkt der Darm auf das Immunsystem?

01.12.2015

Multiple Sklerose kann scheinbar jeden treffen – ungeachtet von Alter, Herkunft, Lebensweise oder Geschlecht. Aber warum trifft sie dann nicht jeden? Scheinbar bestimmen nicht nur genetische und Umweltfaktoren, ob sie entsteht oder nicht. Auch die zahllosen Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln, könnten daran beteiligt sein.
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EKG-Messungen: "Unser Brustgurt befeuchtet sich selbst"

01.07.2015

Bei der Messung der Herzmuskelaktivität ist es wichtig, dass die Haut unter den Elektroden des EKGs stets feucht bleibt. Nur so können die Daten konstant übertragen werden. Sportler haben es hier leicht: Sie schwitzen fast immer. Bei älteren Patienten ist es wiederum schwieriger.
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Grafik: Zeichnung des menschlichen Kreuzbeins

Chirurgie: "Im kleinen Becken ist Neuromonitoring noch Neuland"

08.05.2015

Rund um den Darm liegt ein dichtes Nervengeflecht, das Chirurgen Probleme bereitet: Einerseits ist es schwer vom umgebenden Gewebe zu unterscheiden, andererseits müssen manchmal Teile davon zusammen mit einem Teil des Darms entfernt werden. Eine Beschädigung dieser Nerven kann aber bleibende Schäden zur Folge haben, denn sie kontrollieren Blasenfunktion, Schließmuskulatur und Sexualfunktionen.
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Am Lebensende selbst entscheiden: „Der Patient muss aufgeklärt worden sein über alle Möglichkeiten der Palliativmedizin, der Leidenslinderung und des Weiterlebens“

01.12.2014

Wie geht man als Mediziner damit um, wenn ein Patient sterben möchte und welche Rechte habe ich als Patient eigentlich? Diese und andere Fragen werden nicht automatisch von Juristen beantwortet. Wir sprachen zum Thema mit Dr. Dr. Ralf Jox vom Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
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Wachkoma: Hirnstimulation durch Laserstrahl

01.09.2014

Die Öffentlichkeit bemerkt Erkrankungen erst dann, wenn Prominente Patienten werden: Im Frühjahr 2014 fiel Formel-1-Pilot Michael Schuhmacher nach einer Kopfverletzung bei einem Skiunfall für mehrere Monate ins Koma. Solche Unfälle zeigen, wie empfindlich das Gehirn auf Schäden reagiert. Hirnstimulation könnte möglicherweise die Rehabilitation bei Wachkomapatienten unterstützen.
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Parkinson-Diagnose: Die Haut lässt tief blicken

01.07.2014

Parkinson ist eine Krankheit, in deren Verlauf bestimmte Nervenzellen im Gehirn absterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Das macht sich nach einigen Jahren durch bestimmte körperliche Symptome bemerkbar. Trotzdem kann die Krankheit erst nach dem Tod des Patienten durch eine Untersuchung des Gehirns sicher diagnostiziert werden. Eine zuverlässige Diagnosemöglichkeit zu Lebzeiten fehlt.
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