Gerresheimer stellt integriertes Sicherheitssystem zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen vor --

14.11.2017

Gerresheimer Regensburg GmbH

Gerresheimer stellt integriertes Sicherheitssystem zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen vor

Gebrauchte Spritzen sind mit ihren freiliegenden Kanülen eine allgegenwärtige Gefahrenquelle in Arztpraxen, Labors oder Krankenhäusern. Bestehende Nadelschutzsysteme vermindern die Verletzungsgefahr des Anwenders, erfordern aber zusätzlichen Aufwand bei der Abfüllung beim Pharmaunternehmen und dem Einsatz der Spritze durch das medizinische Personal. Mit Gx InnoSafe stellt Gerresheimer eine Spritze mit integriertem Sicherheitssystem zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen vor, welche aktuelle Anforderungen der pharmazeutischen Industrie und der Anwender gleichermaßen erfüllt.

Eine unachtsame Bewegung reicht aus, damit sich medizinische Fachkräfte an ungeschützten benutzten Spritzenkanülen verletzen oder mit aggressiven Wirkstoffen in Berührung kommen. Im ungünstigsten Fall kann dies zu schwerwiegenden Infektionen führen. Zudem besteht die Gefahr, dass bereits benutzte Spritzen versehentlich ein zweites Mal eingesetzt werden. Gx InnoSafe schützt zuverlässig vor Nadelstichverletzungen und schließt eine erneute Wiederverwendung aus. Anders als bei vielen existierenden Lösungen wird der Nadelschutzmechanismus dabei automatisch aktiviert und erfordert keine zusätzlichen Handgriffe. Es handelt sich somit um ein sogenanntes passives Nadelschutzsystem. Ebenso vorteilhaft  ist für den Pharmazeuten die Verarbeitung der  Gx InnoSafe Spritzen, die ohne größere Veränderungen auf bestehenden Linien im genesteten Zustand erfolgen kann. Ein zusätzlicher Montageschritt eines Sicherheitssystems wie derzeit marktüblich entfällt. 

Der Anwender wünscht sich ein Sicherheitssystem, das den vertrauten Injektionsvorgang unverändert lässt, intuitiv und ergonomisch bedienbar ist und keine zusätzliche manuelle Aktivierung zur Sicherung der Kanüle vor der Entsorgung erfordert. Das Gx InnoSafe Sicherheitssystem wird  im Rahmen des Herstellungsprozess wie ein Standardverschluss im Reinraum auf Gx RTF® Glasspritzen montiert. Der Spritzenkörper selbst bleibt völlig frei einsehbar, so dass Vorhandensein, Füllstand und Beschaffenheit des Wirkstoffs sowie der Injektionsvorgang ungehindert überprüft werden können. Auch die Injektion selbst wird wie gewohnt verabreicht. Nach dem Abnehmen der ergonomisch optimierten Verschlusskappe mit integriertem Flexible Needle Shield wird die Spritze auf die Injektionsstelle gesetzt, die Kanüle in das zu verabreichende Gewebe eingeführt und der Wirkstoff wie bei einer herkömmlichen Spritze injiziert. Ein versehentliches Auslösen des Sicherheitssystems ist ausgeschlossen, da der Mechanismus vor der Injektion vollständig entspannt ist. Das System wird erst beim Einstechen der Kanüle aktiviert und sorgt dann beim Entfernen der Spritze von der Injektionsstelle automatisch dafür, dass der Sicherheitsmechanismus dauerhaft verriegelt wird. Auf diese Weise ist die  Kanüle zuverlässig verdeckt und eine erneute Wiederverwendung der Spritzen ausgeschlossen.

Für das Pharmaunternehmen bietet Gx InnoSafe Vorteile beim Abfüllprozess von Ready-to-fill Spritzen. Das Sicherheitssystem wird im RTF-Prozess vollautomatisch aufgesetzt und durch Röntgenkontrolle zu 100 Prozent auf korrekte Positionierung visuell kontrolliert. Die Spritzen werden dann einschließlich Sicherheitsverschluss in Lochtrays und Wanne verpackt und mit Ethylenoxidgas sterilisiert. Sie können auf bestehenden Abfülllinien ohne zusätzliche Vorbereitungs- und Assemblierungsschritte verarbeitet werden. Auch hier gewährleistet das Design des Sicherheitsmechanismus, dass eine unbeabsichtigte Aktivierung während Abfüllung, Verpackung und Transport vermieden wird. Mit der Einführung der neuen Produktlinie, ist Gx InnoSafe für die 1,0 ml long RTF® Glasspritze mit ½“ Kanüle verfügbar. Weitere Spritzenvarianten werden folgen.

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