06.10.2019

Metecon GmbH

Geführte Selbstführung: Paradoxon oder sinnstiftende Unternehmensorganisation?

Mannheim:  Alexander Fink, Gründer und Geschäftsführer der Metecon GmbH, macht sich für eine neue Art der Zusammenarbeit stark: die geführte Selbstführung. Was paradox klingt, führt zu neuen, sinnvollen Wegen der Zusammenarbeit, zu einer schnelleren Reaktionszeit in den Projekten, zu mehr Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens und letztlich zu einer höheren Zufriedenheit jedes Einzelnen.

Lange organisierte sich das Unternehmen mit seinen heute knapp 40 Mitarbeitern ganz traditionell: Ab einer bestimmten Unternehmensgröße erschien es sinnvoll, aus Standardhierarchien zu agieren. Bis der Unmut bei Alexander Fink wuchs: „Als strategischer Partner für Medizintechnikhersteller in den verschiedensten Bereichen wie Zulassungsrecht, Dokumentation und Projektmanagement ist jeder von uns darauf angewiesen, zu jeder Zeit Entscheidungen treffen zu können; starre Hierarchien sind dabei hinderlich. Wir brauchen Mitdenker und Macher statt Mitarbeitern, die auf offizielle Entscheidungswege verweisen und bis dahin im Standby-Modus verharren“, so seine Erkenntnis damals.

Selbstbestimmte Strukturen wurden geschaffen, das feste Oben-Unten-Gefüge über Bord geworfen. Zu welchem Preis? „Selbstbestimmtes Arbeiten klingt für alle erst einmal erstrebenswert, aber die Erfahrung zeigte uns, dass sich damit nicht jeder Mitarbeiter auf Dauer gut aufgehoben fühlte“, erzählt Fink. „Denn die Kehrseite von Freiheit und Selbstbestimmung ist ein hohes Maß an Verantwortung, die nicht jeder bereit ist zu tragen. Und was wir dabei auch lernen mussten: Ganz ohne Strukturen geht es nicht; jeder braucht eine Linie, einen Kompass, an dem er sich orientieren kann. Nur wenn ich die Regeln kenne, kann ich mich sicher auf dem Spielfeld bewegen und frei aufspielen.“ Also musste in den letzten Jahren ein Team aufgebaut werden, das die Vorteile dieser Arbeitsweise für sich erkennt und diesen Weg mit Metecon gehen möchte.

Heute profitiert das Mannheimer Unternehmen täglich von der neuen Struktur: Jeder Mitarbeiter nimmt eine oder auch mehrere Rollen ein, die von Projekt zu Projekt wechseln können, die aber immer eine zügige Projektabwicklung garantieren. Über die Besetzung der Rollen entscheiden häufig die Mitarbeiter selbst: „Meist muss man nur den Fußspuren im Unternehmen folgen; unsere Kolleginnen und Kollegen wissen selbst am besten, wer Experte für welches Thema ist“, verrät dazu Katharina Thievessen, Mitglied des Management Boards und verantwortlich für die operative Steuerung.

Aktuell ist die Medizintechnikbranche weitgreifenden regulatorischen Änderungen unterworfen, die alle Hersteller unter enormen Handlungsdruck setzen. Jetzt zeigt sich, dass die Geschäftsführung aufs richtige Pferd gesetzt hat: „Unsere Kunden, vorwiegend aus dem Süden Deutschlands, benötigen kompetente, schnell agierende und reagierende Unterstützung, für viele geht es um die Existenz. Da braucht es Spezialisten, die die Aufgaben verantwortungsvoll anpacken und zu einem erfolgreichen Ende führen“, weiß Jörg Ohmer, Business Developer bei Metecon. 

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