Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auswertung der Sensordaten und nicht auf der Messung selbst. Neue Multisensor-Plattformen kombinieren Blutzuckerwerte mit weiteren physiologischen Parametern wie Körpertemperatur, Herzaktivität und körperlicher Aktivität, um klinisch relevante Ereignisse von Messartefakten zu unterscheiden.
Ein Beispiel dafür ist die Erkennung nächtlicher, druckbedingter falsch niedriger Glukosewerte, eine häufige Einschränkung herkömmlicher CGM-Systeme. Indem dieser Ansatz physiologische Kontextinformationen anstelle reiner Glukosewerte bereitstellt, könnte er dazu beitragen, Fehlalarme zu reduzieren, das Vertrauen in Sensordaten zu erhöhen und automatisierten Insulinabgabesystemen mehr Kontextinformationen für Dosierungsentscheidungen bereitzustellen.