Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die gezielte Erhebung von Bildmaterial dunkler Hauttypen. Diese sind in bestehenden dermatologischen Datenbanken bislang stark unterrepräsentiert, was die Genauigkeit vieler KI-Systeme einschränkt.
Für das Training der KI werden deshalb Bilder aus unterschiedlichen Regionen Subsahara-Afrikas gesammelt. Dabei werden verschiedene Hauttypen, Altersgruppen und kulturelle Hintergründe berücksichtigt, um eine möglichst verlässliche digitale Diagnostik für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.
Ein weiterer Vorteil: Die App ist als kostenfreie Software konzipiert und kann auch offline genutzt werden. Gesammelte Daten synchronisieren sich automatisch, sobald eine Internetverbindung verfügbar ist. Das erleichtert den Einsatz in abgelegenen Regionen mit eingeschränkter Infrastruktur.
"Unsere KI wird helfen, NTD-Hautkrankheiten früher zu erkennen, die Übertragungsrate senken und Patientinnen und Patienten schneller behandeln. Das entlastet die lokale Gesundheitsinfrastruktur und verbessert die Versorgung entscheidend," sagt Gil Sharvit, Projektverantwortlicher bei der HSLU.