Ein Raketenstart im Rahmen des REXUS-Programms bringt das Wundheilungskonzept StellarHeal erstmals unter realen Raumfahrtbedingungen zum Einsatz. Ziel ist es, die Eignung für zukünftige Raumflüge zu prüfen – mit möglichen Anwendungen auch in der medizinischen Versorgung auf der Erde.
Der Raketenstart vom 12. März am Esrange Space Center in Schweden markiert einen wichtigen Schritt für die Entwicklung neuer Wundversorgungstechnologien. An Bord befand sich das THRIVE-Modul mit Komponenten des zellbasierten Materials StellarHeal, entwickelt vom Fraunhofer ISC, Fraunhofer ITEM und dem ILK Dresden.
Die Bedingungen im All erschweren die Wundheilung erheblich. Mikrogravitation beeinträchtigt Zellwachstum und -organisation, während Strahlung das Immunsystem schwächt. Dies kann zu verzögerter Heilung, Infektionen und verstärkter Narbenbildung führen. Gleichzeitig müssen sich Astronautinnen und Astronauten möglichst eigenständig versorgen können.