Das Softwaretool ovrlpy analysiert die räumliche Verteilung von RNA-Transkripten in drei Dimensionen und erkennt dabei Signalinkonsistenzen, die auf Zellüberlappungen oder Gewebefaltungen hinweisen.
Durch diesen Ansatz lassen sich potenzielle Fehlerquellen in der vertikalen Dimension identifizieren, die bisher häufig unentdeckt blieben. Analysen verschiedener Gewebe und Organe zeigen laut den Forschenden, dass solche Überlappungen häufiger auftreten als bislang angenommen.
"Ovrlpy hilft uns, diese Fehlerquellen zu erkennen, bevor sie zu falschen Schlüssen führen", sagt Dr. Naveed Ishaque, Gruppenleiter für Computergestützte Onkologie in Roland Eils’ Abteilung Digitale Gesundheit am BIH und Letztautor der Studie.
Er ergänzt: "Damit schaffen wir die Grundlage für solidere Erkenntnisse in ganz verschiedenen Fachbereichen, ob in der Krebsforschung, der Neurologie oder bei der Entwicklung personalisierter Therapien."