Mit der adaptiven Tiefen Hirnstimulation steht erstmals eine neue Generation "intelligenter" Hirnschrittmacher zur Verfügung. Die Technologie passt die Stimulation an individuelle Hirnsignale an und eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Therapien bei Morbus Parkinson und weiteren neurologischen Erkrankungen.
Mit der Zulassung der ersten adaptiven Tiefen Hirnstimulation (aTHS) in den USA und Europa im Jahr 2025 beginnt eine neue Phase in der neurotechnologischen Therapie neurologischer Erkrankungen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung ermöglicht diese Form der Neuromodulation eine personalisierte, bedarfsgerechte Stimulation, die sich dynamisch an die Aktivität des Gehirns anpasst. Erste klinische Anwendungen zeigen positive Ergebnisse.
"Smarte Hirnschrittmacher markieren einen Wendepunkt in der Neuromedizin – sie eröffnen neue Perspektiven für die neurotechnologische Behandlung eines breiten Spektrums neurologischer Erkrankungen", sagt Prof. Andrea Kühn, Direktorin der Sektion Bewegungsstörungen und Neuromodulation an der Klinik für Neurologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.