Ein zentrales Problem beim tiefen Laserschneiden ist der Energieverlust entlang der Schnittwände. Diese absorbieren einen Teil der Strahlenergie, sodass in größerer Tiefe weniger Leistung zur Verfügung steht. Durch die gleichmäßigere Energieverteilung bleibt das Top-Hat-Profil auch in tieferen Bereichen wirksam.
Noch ist die Laser-Knochensäge langsamer als mechanische Instrumente: Pro Sekunde trägt sie rund 0,4 Kubikmillimeter Material ab, während eine herkömmliche Säge etwa 11 Kubikmillimeter erreicht. Dennoch stellt die erzielte Schnitttiefe einen wichtigen Schritt dar.
"In weiteren Schritten müssen wir untersuchen, wie wir das System an die komplexere Situation im Körper anpassen können. Dann geht es auch darum, umliegendes Gewebe zu schonen", so Canbaz.
Die Arbeiten sind Teil des Projekts „Miracle“, das von der Werner Siemens Stiftung gefördert wird. Zudem fließen die Entwicklungen in das Innosuisse-Projekt "Laser-Blade" ein, eine Kooperation mit dem Medizintechnikunternehmen Smith+Nephew.
MEDICA.de; Quelle: Universität Basel