Interview – Dr. Karsten Ridder
Facharzt für Radiologie
MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner
Die Computertomographie der weiblichen Brust ist ein sagenhafter Mehrwert für jede radiologische Praxis, weil wir mit dieser Technik Frauen ansprechen, die bisher einen weiten Bogen um unsere Praxen gemacht haben.
Offtext
Die Mamma-Computertomographie erstellt hochauflösende 3D-Bilder der Brust in Bauchlage. Besonders Patientinnen mit Platzangst, Brustimplantaten oder Herzschrittmachern entscheiden sich für diese schmerzfreie Alternative zur herkömmlichen Mammographie oder zum MRT.
Interview – Celine Karmann
Anwenderin
Es hat sich sehr gut angefühlt. Dadurch, dass man auf dem Bauch liegen kann, fand ich es persönlich sehr angenehm. Man musste sich da nicht verrenken und die Brust wurde nicht eingequetscht.
Was ich auf jeden Fall richtig gut fand, war, dass die Untersuchung super schnell ging und dadurch, dass keine Kompression da war, hatte man auch keinerlei Schmerzen.
Der Raum ist schön groß, man kann entspannt auf der Liege liegen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Offtext
Radiologe Dr. Karsten Ridder startete im Jahr 2020 mit der Methode. Seitdem hat er bereits tausende Patientinnen mit der Mamma-CT untersucht.
Interview – Dr. Karsten Ridder
Facharzt für Radiologie
MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner
Wir waren der erste Standort, der weltweit diese Untersuchung nicht in einem klinischen oder Krankenhausumfeld anbieten konnte, sondern die erste Praxis, die sie für jede Patientin zugänglich gemacht hat.
Offtext
Während der Untersuchung befindet sich die Brust frei in einem zylinderförmigen Untersuchungsbereich und wird bei geringer Strahlenbelastung dreidimensional gescannt. So entstehen besonders detailreiche Bilder der Brust. Eine KI-Software verbessert die Bildqualität zusätzlich.
Interview – Dr. Marko Frings
Facharzt für Radiologie
MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner
Das „Denoising“ ist ein Verfahren, bei dem KI die Bilder automatisch nachbearbeitet. Dadurch profitieren die Patientinnen von einer geringeren Strahlenbelastung und gleichzeitig einer verbesserten Bildqualität. Perspektivisch denke ich, dass wir mithilfe von KI die Strahlendosis auf das Niveau einer Mammographie bringen können.
Offtext
Die Technologie wird in Kürze um weitere Funktionen ergänzt.
Interview – Dr. Marko Frings
Facharzt für Radiologie
MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner
Der Gerätehersteller plant derzeit eine Biopsie-Einheit, sodass während der Untersuchung auffällige Befunde direkt biopsiert werden können. Dadurch lässt sich für die Patientinnen schneller eine Diagnose stellen.
Offtext
Die Kosten der Untersuchung werden derzeit nur von privaten Krankenversicherungen übernommen. Selbstzahlerinnen müssen mit Kosten von etwa 400 Euro rechnen. Dr. Ridder sieht die Mamma-CT aktuell nicht als Ersatz für bestehende Verfahren, sondern als sinnvolle Ergänzung.
Interview – Dr. Karsten Ridder
Facharzt für Radiologie
MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock und Partner
Das Mamma-CT ist nicht angetreten, um die Mammographie abzulösen.
Diese Methoden sind evaluiert, sie sind sicher und sie sind erprobt. Aber sie sind nicht für alle Frauen gangbar.
Wir kommen im Mammographie-Screening auch nach 20 Jahren maximal auf eine Beteiligungsquote von etwa 60 bis 65 Prozent. Das ist schon gut.
Trotzdem erreichen wir etwa 30 bis 35 Prozent der Frauen nicht, die aus unterschiedlichen Gründen keine Mammographie durchführen lassen möchten.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Computertomographie als ergänzende Untersuchung beziehungsweise als Alternative für diejenigen Frauen etabliert, die sich im bisherigen Angebot der senologischen Diagnostik nicht wiederfinden.
Offtext
Jährlich sterben in Deutschland laut Robert Koch-Institut rund 20.000 Frauen an Brustkrebs. Die Mamma-CT ist ein weiterer technologischer Schritt, um die Früherkennung zu verbessern und langfristig diese Zahl zu senken.