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Anzeichen für neurodegenerative Erkrankungen innerhalb von Minuten anstelle von Jahren entdecken – das kann die zertifizierte Eyetracking-Technologie von neuroClues.
Am Krankenhauszentrum CHwapi in Belgien nutzt Neurologe und Rehabilitationsmediziner Dr. Thibault Warlop das Gerät, um auffällige Augenbewegungen bei Menschen mit Parkinson zu messen.
Dr. Thibault Warlop
Neurologe/Rehabilitationsmediziner
CHwapi
Der Hauptunterschied liegt im Übergang von qualitativer und subjektiver Beobachtung zu objektiver und quantitativer Messung. Während also die traditionellen Tests am Krankenbett, wie der Folge-dem-Finger-Test, von der visuellen Inspektion und neurologischen Hinweisen des Klinikers abhängen, kommen hier hochsensible Hochgeschwindigkeitssensoren mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zum Einsatz, die in der Lage sind, Mikrobewegungen zu erfassen. Ein Mensch kann das rein physikalisch unmöglich sehen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Eye-Tracking-Systemen ist neuroClues für die klinische Praxis konzipiert. Es kombiniert also medizinische Hardware, Standards, standardisierte Protokolle, hohe Präzision und zudem eine schnelle Analyse.
Kurz gesagt: neuroClues schließt die Lücke zwischen der hohen Präzision der Forschung und der täglichen klinischen Praxis.
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Das Gerät nimmt die Augenbewegungen beim Folgen von gewissen Formen innerhalb von 10 bis 15 Minuten auf. Sie können sofort – und vor allem wiederholt – angesehen und damit Werte schnell beurteilt werden. Je nach Muster erkennt Dr. Warlop viel sicherer, ob die Bewegungen von der Norm abweichen.
Praktisch für den klinischen Alltag: Das Gerät ist leicht tragbar und als Plug-and-Play-Lösung einfach anwendbar. Die Technologie kann vieles für Menschen mit Parkinson ermöglichen.
Luca Matarazzo
Manager für Geschäftsentwicklung und Vertrieb
neuroClues
Uns liegen Daten vor, die zeigen, dass bei etwa 20 %, also bei jedem fünften Patienten mit Parkinson-Diagnose, eine Fehldiagnose vorliegt.
Wir möchten Ärztinnen, Ärzten und Klinikern dabei helfen, eine bessere Differentialdiagnose zu stellen. Dank unseres Geräts möchten wir ihnen helfen, den Patientinnen und Patienten eine bessere Behandlungsoption anbieten zu können.
Und wir halten es nicht für fair, Menschen zu sagen, dass sie ein sehr langes Leben führen werden, wenn sie wahrscheinlich etwas ganz anderes zu erwarten haben. Es geht also auch darum, Patientinnen und Patienten während ihrer gesamten Behandlung besser zu informieren.
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Seit Kurzem ist die neuroClues-Technolgie ISO 27001 und CE zertifiziert. Das Start-Up breitet die Flügel aus.
Luca Matarazzo
Wir entwickeln uns also endlich von einem reinen Forschungsunternehmen zu einem Unternehmen, das sein Produkt tatsächlich auf den europäischen Markt bringt.
Und wir wachsen immer weiter.
Off In Zukunft sieht Neurologe Warlop ein breites Spektrum an Einsatzbereichen für das Eyetracking-System:
Warlop
Die Mehrheit unserer Patientinnen und Patienten leiden am Parkinson-Syndrom. Aber wir können es auch bei jeder Bewegungsstörung einsetzen, die wir nicht erklären können, wie zum Beispiel bei einem jungen Mann, der doppelt sieht, ohne ophthalmologische Pathologie.
Wir können es auch bei Multipler Sklerose einsetzen. Aber zunehmend wird dieses Gerät auch bei neuen pathologischen Patientengruppen wie beispielsweise bei Hirnverletzungen zum Einsatz kommen.
Warlop
Wir bewegen uns in Richtung einer objektiveren, quantitativen und datengestützten Medizin, und die Neurologie bietet uns und unseren Patientinnen und Patienten neue Erkenntnisse: die Möglichkeit, Anomalien der Augenbewegungen bereits Jahre im Voraus zu erkennen.