Offtext: Roboter gehen längst über reine Routineaufgaben hinaus. Auf der MEDICA zeigen Aussteller, wie Robotik Patienten helfen kann, sich nach einem Schlaganfall oder Verletzungen zu erholen.
Bernardo Noronha: Robotik kann Rehabilitation jetzt an Orte bringen, an denen sie vorher kaum möglich war. Zum Beispiel kann man mit Systemen wie unserem tatsächlich hochwertige Rehabilitation sogar zuhause anbieten. Als Patient muss man also nicht den Aufwand auf sich nehmen, das Haus zu verlassen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder andere Dinge zu organisieren. Rehabilitation zuhause kann für Patient:innen mit eingeschränkter Mobilität einen echten Unterschied machen.
Offtext: Aber Robotik bedeutet nicht nur Komfort. Es geht darum, die Therapie individuell an jeden Patienten in Echtzeit anzupassen.
Bernardo Noronha: Wenn es Ihnen zum Beispiel nicht besonders gut geht, wenn Sie wirklich viel Hilfe und Unterstützung benötigen, kann das System dies in Echtzeit erkennen und sich ohne Knopfdruck und ohne Eingreifen eines Therapeuten automatisch anpassen.
Offtext: Individuelle Unterstützung ist ein Teil der Gleichung. Der andere ist Effizienz, denn in vielen Kliniken ist Therapiezeit begrenzt.
Matt Rigby: Robotik ermöglicht es Ärzten oder Therapeuten vor allem, mehr aus jeder Sitzung mit Patienten herauszuholen. Konkret können wir mehr Wiederholungen ermöglichen. Wiederholungen und intensives Training führen zu besseren Ergebnissen. Außerdem ermöglicht Robotik Therapeuten, Patienten kognitiv stärker mit der Software einzubinden und dadurch mehr Bewegung zu erreichen, wenn sie gelähmt oder sehr schwach sind. Unser System ermöglicht es dem Therapeuten, den Patienten schneller in die Sitzung einzubinden, damit keine Therapiezeit verloren geht.
Offtext: Auf der MEDICA zeigt Robotik, dass Rehabilitation effizienter werden kann, ohne den menschlichen Aspekt zu verlieren.