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Ein Notfall
Viele Fachkräfte
Ein Ziel: optimal helfen
Wir zeigen, wie das trainiert werden kann.
Am Simulationszentrum SAM in Mönchengladbach üben medizinische Fachkräfte wichtige Abläufe in realitätsnahen Situationen rund um medizinische Notfälle, im Besonderen auch bei Geburten. Geschäftsführerin Petra Coenen erklärt das Ziel der Kurse:
Interview Petra Coenen, Geschäftsführerin SAM
Nicht eine Berufsgruppe versorgt einen Notfall, sondern es geht immer um die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegekräften, Hebammen oder Rettungspersonal und da ist es ganz wichtig, Kommunikation, Aufgabenverteilung und all diese Dinge wirklich auch gemeinsam zu trainieren.
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Gelernt wird hier nicht nur mit Hightech-Ausstattung, sondern auch durch „Machen, Beobachten und selbst Reflektieren“. Im Anerkennungskurs für Hebammen geht es außerdem nicht nur darum, jeden Handgriff bei einer Geburt zu perfektionieren, sondern auch darum, dass ausgebildete internationale Fachkräfte die Anforderungen in Deutschland kennenlernen.
Interview
Julia Scholz
Division Management: Obstetrics Simulation & Assessment
Es ist ja genau das Ziel des Lehrgangs, diese Unterschiede auszugleichen. Und dazu gehört ja erst mal ein gewisser Erkenntnisprozess, dass hier Dinge anders funktionieren, dass die Erwartungshaltung an die rolle andere sind und dass ich jetzt meine gefestigte, automatisierte Vorgehensweise verändern muss. Und dann haben wir in Deutschland ja häufig so ein Reaktionsmuster
Man erkennt auch die Expertise, die mitgebracht wird, nicht an und das erschwert jetzt natürlich, diese neuen Dinge anzunehmen. Und genau dieser Prozess wird jetzt durch die Methode des simulationsbasierten Lernens durchbrochen, weil wir zeichnen ja die Hebamme, die international Hebammen in Aktion auf und wir gucken dann gemeinsam in der Gruppe anhand von Videosequenzen Was ist da eigentlich passiert?
Interview Schülerin Marina Mitisheva
Das ist technologisch sehr gut entwickelt, kann man sagen. Also Realität ist super, super hoch. Ja, und wenn man gut und lang hier arbeiten mit einem Puppen auch. Ja, also, du vergisst einfach, dass es eine Puppe ist.
Wir haben viele Nationalitäten da drinnen. Wir können beidseitig bei uns unterstützen und viel zusammen lernen. Das ist toll.
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Während auf der einen Seite hoch funktionelle Puppen als Übungsobjekte genutzt werden, ergänzt mit Virtual- und Augmented-Reality-Technologien, spielen in manchen Szenarien auch Schauspielerinnen die Patientinnen.
Interview Petra Coenen
Geschäftsführerin
SAM
Unsere Ausstattung gibt uns natürlich die Möglichkeit, dass die Fachkräfte sehr schnell in ihrer Realität sind. Wir haben halt dadurch, dass wir die Simulatoren steuern können und auch relativ realitätsnahe Arbeitsumgebungen haben, das Glück, dass die Teilnehmenden sich im Setting befinden und das merken wir, weil sie sind emotional dabei, sie brauchen ein paar Minuten, um runterzukommen danach und wirklich auch sagen, das fühlt sich sehr real an und das unterstützt unsere Lernatmosphäre.
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Zahlreiche Studien belegen, dass die Patientensicherheit mit Simulationstraining massiv positiv beeinflusst werden kann.
Interview
Julia Scholz
Division Management: Obstetrics Simulation & Assessment
Die Teams, die regelmäßig in Simulationen gemeinsam trainieren, erhöhen ja ihre Performanz.
Und das führt am Ende zur Sicherheit sowohl von den Fachkräften selbst als auch von den Patienten. Und deswegen würde ich sagen, egal woher die Fachkräfte kommen, sie alle brauchen ein Setting, wo sie lernen dürfen, wo sie sich untereinander auf Augenhöhe bewegen und wo sie gemeinsam - und das ist ja auch unser Kernauftrag, grundlegend die Kultur das Verständnis der Zusammenarbeit an der Basis verändern.
Interview Petra Coenen
Managing Director
SAM
Wir möchten, dass Simulationsübungen fest in den Ausbildungslehrplänen für alle Fachkräfte im Gesundheitswesen verankert werden, seien es Ärzte, Pflegekräfte oder Hebammen.