Was ich aus Herausforderungen gelernt habe
"Eines der größten Hindernisse bestand darin, sich in einem System zurechtzufinden, das nicht auf Gleichberechtigung ausgerichtet war und immer noch nicht ist - sowohl im Gesundheitswesen als auch im akademischen Bereich. Am Anfang stand ich oft im Spannungsfeld zwischen anspruchsvoller Wissenschaft und der Dringlichkeit eines sozialen Wandels. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass man sich nicht für das eine oder das andere entscheiden muss. Man kann beides tun, wenn man seinen Werten treu bleibt und starke Kooperationen aufbaut."
Meine Tipps für Frauen im Gesundheitswesen
"Finde früh deine Stimme und nutze sie – deine Perspektive ist einzigartig und wichtig. Baue Beziehungen zu Mentorinnen und Kolleginnen auf, die dich fordern und unterstützen. Warte nicht auf Erlaubnis, um zu sprechen oder zu führen – keiner ist je ‚bereit‘, und jede Chance lässt dich wachsen."
Warum Netzwerke wichtig sind
"Ich schätze besonders interdisziplinäre und intersektionale Netzwerke, die Forschende, Praktizierende und Betroffene zusammenbringen – vor allem Initiativen, die marginalisierte Stimmen stärken und gemeinsam mit Gemeinschaften Lösungen entwickeln."
Wie ich die Zukunft der Gesundheitsbranche sehe
"Ich sehe einen Wandel hin zu stärker personalisierten, digitalen und partizipatorischen Versorgungsmodellen – aber nur, wenn wir sicherstellen, dass Gerechtigkeit im Mittelpunkt steht. KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wird. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Datensätze vielfältig und inklusiv sind, um bestehende Vorurteile nicht zu verstärken und gerechte Ergebnisse zu erzielen. Technologie kann Disparitäten entweder überbrücken oder vertiefen. Im nächsten Jahrzehnt muss es darum gehen, Systeme mit den Gemeinschaften zu entwickeln, nicht nur für sie."
Qualitäten, die ich für den Erfolg in der Gesundheitsbranche für unerlässlich halte
"Neugier, Empathie, Resilienz und der Mut, den Status quo herauszufordern. Das Gesundheitswesen ist komplex und entwickelt sich ständig weiter - wer diese Komplexität mit Integrität und Weitblick meistert, wird den Weg nach vorne weisen."
Mein Rat für den Aufbau eines starken beruflichen Netzwerks
"Sei authentisch. Baue Beziehungen auf gegenseitigem Respekt, nicht nur auf Nutzen. Und gib zurück, sobald du kannst – Menschen erinnern sich an die, die unterstützen und Möglichkeiten teilen."
Der beste Rat, den ich je erhalten habe
"Warte nicht auf perfekte Bedingungen, um sinnvolle Arbeit zu leisten. Fortschritt entsteht oft aus unvollkommenen, aber mutigen Schritten. Die Gesundheitsforschung soll in der realen Welt stattfinden, nicht unter perfekt kontrollierten, laborähnlichen Bedingungen. Dieser Ratschlag hat mir die Freiheit gegeben, innovativ zu sein, meine Meinung zu sagen und weiter voranzugehen, auch wenn der Weg nicht klar ist oder noch gar nicht existiert."