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Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS

Technologie-Campus 3, 09126 Chemnitz
Deutschland

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IVAM Microtechnology Network

Hallenplan

COMPAMED 2021 Hallenplan (Halle 13): Stand D59

Geländeplan

COMPAMED 2021 Geländeplan: Halle 13

Ansprechpartner

Dr. Mario Baum

Geschäftsfeld-Manager »Technologies and Systems for Smart Health«

Telefon
+49 371 45001-261

E-Mail
mario.baum@enas.fraunhofer.de

Andreas Morschhauser

Gruppenleitung »Fluidische Systeme und Technologien«
Multi Device Integration

Telefon
+49 371 45001-241

E-Mail
andreas.morschhauser@enas.fraunhofer.de

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Halle 13 / D59

15 Nov 2021

Thema

13:40 - 14:00

VORTRAG: A fully biocompatible, ultra-thin and highly flexible printed circuit board based on Parylene for advanced medical wearables

Vortrag auf dem COMPAMED High-Tech Forum in Halle 13
Session Printed electronics and highly integrated next generation diagnostics

Referent:  Franz Selbmann, Fraunhofer ENAS

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18 Nov 2021

Thema

11:20 - 11:40

VORTRAG: Microfluidic platform for LAMP-based SARS-COV2 detection

Vortag auf dem COMPAMED High-Tech Forum in Halle 13
Session Microfluidics

Referent: Andreas Morschhauser

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Unser Angebot

Produktkategorien

Unsere Produkte

Produktkategorie: Forschung

Projekt CovMoTe – Innovatives mobiles Testsystem zur nachhaltigen Beschleunigung des SARS-CoV-2 Virusnachweis und des Nachweises bestehender Immunität

In aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich, dass die hohe Infektiosität des SARS-CoV-2-Virus die Kapazitäten der vorhandenen Testressourcen zum direkten Virusnachweis übersteigt. Eine schnelle und detailgetreue Abbildung des Infektionsstatus in besonders gefährdeten Risikogruppen könnte die Ergreifung von Gegenmaßnahmen sowie die Eindämmung der Pandemie stark vereinfachen. Jedoch benötigt die PCR-Testauswertung aktuell ca. 24 Stunden. In diesem Fraunhofer-Verbundprojekt-Projekt (mit Fraunhofer IME, ISIT, IBMT, EMFT und ENAS) wird ein kombiniertes Testsystem zur nachhaltigen Beschleunigung des SARS-CoV-2-Virusnachweises und bestehender Immunität entstehen, das mobil einsatzfähig ist. So wird die Testung vor Ort von gefährdeten Risikogruppen einfach durchführbar. Der Einsatz hochinnovativer Techniken (neo-LAMP, elektronische Biochips) ermöglicht ein Testergebnis innerhalb von einer Stunde zum Virus-RNA-Nachweis, die Ergänzung des Tests durch den Status der Immunität erlaubt zudem eine umfassende Beurteilung zum Infektionsstatus. Das Fraunhofer ENAS ermöglicht die dezentrale Durchführung des Virus- und Immunnachweises durch die Übertragung des Assays auf seine mikrofluidische Plattform gemeinsam mit dem Fraunhofer ISIT.

VORTRAG auf dem COMPAMED High-Tech Forum in Halle 13
Donnerstag, 18. November 2021, 11:20 – 11:40 Uhr | Session Microfluidics
Microfluidic platform for LAMP-based SARS-COV2 detection
Andreas Morschhauser, Fraunhofer ENAS

Ansprechpartner: Andreas Morschhauser
In-vitro diagnostics

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Produktkategorie: Mikrofluidik

Projekt MOLOKO – neue Sensorplattform für Nahrungsmittelqualität und Tiergesundheit

Milch ist ein Grundnahrungsmittel und für viele Menschen Teil des täglichen Speiseplans. Trotzdem sinkt der Preis für Milch stetig, was einem hohen ökonomischen Druck für die Milchfarmen bedeutet. Daher versuchen vor allem kleinere Milchproduzenten zunehmend höherwertige Produkte anzubieten, die sich durch ökologische Produktion, andere Milcherzeuger (z. B. Büffel oder Ziegen) oder spezielle Inhaltstoffe (z. B. besondere Proteine) vom Standardprodukt differenzieren. Die damit höheren erzielbaren Preise verlocken jedoch auch verstärkt zum Betrug. Obwohl es für viele Qualitätsparameter Tests im Labor gibt, können diese auf Grund der meist langen und aufwändigen Analyse Betrugsfälle nur unzureichend verhindern. Im Projekt MOLOKO (H2020, GA Nr.780839) wird ein kompaktes Testsystem auf Basis eines neuartigen plasmonischen Sensors entwickelt. Dieses Testsystem soll eine schnelle Vorortanalyse relevanter Parameter ermöglichen. Das Fraunhofer ENAS trägt dabei mit der Entwicklung einer wiederverwendbaren mikrofluidischen Kartuschen zur schnellen Analyse bei.

Ansprechpartner: Andreas Morschhauser
microfluidics

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Produktkategorie: Mikrosensorik

Projekt Sixth Sense – Mikronadeln für das Vitaldatenüberwachung von Rettungskräften

Rettungskräfte stehen an vorderster Linie, wenn es um den Kampf um Leben und Tod geht. Extreme Einsätze wie großflächige Waldbrände haben sich dabei in den letzten Dekaden von der Ausnahme zur Regel entwickelt. Diese Einsätze bringen Rettungskräfte häufig an ihre physischen Grenzen und darüber hinaus. Im europäischen Projekt SixthSense (GA Nr. 883315) wird ein Vitaldaten-Monitoring-System entwickelt, welche den Rettungskräften und den Leitstellen rechtzeitig potenziell kritische Gesundheitszustände anzeigen soll. Das pflaster-ähnliche System soll dabei mittels Elektrostimulation spürbares Feedback vermitteln.

Das Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz entwickelt unterstützt vom Fraunhofer ENAS Polymer-basierte Mikronadeln, welche ein minimal-invasives Monitoring auf der Haut erlauben soll. Die einige Hundert Mikrometer langen Nadeln sind dabei gerade lang genug, um interstitielle Flüssigkeit zu extrahieren, jedoch nicht lang genug, um Blutgefäße oder Schmerzrezeptoren zu treffen. Gemeinsam mit den europäischen Partnern soll eine möglichst kompakte Integration mit Biosensoren für relevante Parameter erreicht werden.

Ansprechpartner: Andreas Morschhauser

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Produktkategorie: Forschung

Projekt BeforeFever – Tragbares, preiswertes Thermometer zur Frühindikation von (SARS-CoV-2)-Virusinfektionen

Die Körpertemperatur ist ein wesentlicher Indikator für Infektionsgeschehen und kann bereits 72 Stunden vor dem Auftreten des eigentlichen Fiebers (38,1°C) als Indikator für Krankheitsgeschehen genutzt werden. Ziel des Projektes am Fraunhofer ENAS ist die Entwicklung besonders kostengünstiger und einfach herstellbarer Temperatursensoren in Form von flexiblen Wearables. Die Devices sollen einen Beitrag zum effektiveren Patienten-Monitoring außerhalb von Intensivstationen bieten. Besonders für die Überwachung gefährdeter Bevölkerungsgruppen in öffentlichen und privaten Einrichtungen, aber auch in Ländern mit vergleichsweise schlecht entwickelten Gesundheitssystemen, soll so eine einfache und besonders schnelle Erstindikation für Infektionsgeschehen im menschlichen Körper bzw. dem Monitoring für deren Verlauf an einer Großzahl der Bevölkerung ermöglicht werden.

Ansprechpartner: Frank Roscher

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Produktkategorie: Forschung

Projekt APFEL – Aktives Wundpflaster mit elektrischer Stimulation

Im Projekt werden Herstellungs- und Integrationsverfahren für aktive Wundpflaster erarbeitet. Durch die Integration biokompatibler Elektrodenstrukturen in Wundauflagen in Kombination mit einer entsprechenden Ansteuerung und Spannungsbeaufschlagung dieser, werden die Zellen während des Heilungsvorgangs aktiv beeinflusst.

Fraunhofer ENAS entwickelt spezielle Beschichtungsverfahren und Materialkombinationen für die Herstellung robuster elektrisch leitfähiger Elektroden auf flexiblen Substrate und erarbeitet Simulationsmodelle für die Berechnung der elektrischen Feldstärken in heterogenen dielektrischen Umgebungsbedingungen.

Ansprechpartner: Frank Roscher
research

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Produktkategorie: Forschung

Parylene-basierte ultradünne und hochflexible Leiterplatten mit mehreren Umverdrahtungsebenen für medizinische Wearables

Die Umsetzung innovativer smarter Anwendungen, wie medizinische Wearables, intelligente Klebebänder oder die strukturelle Überwachung von Leichtbaustrukturen durch integrierte Sensoren, wird durch flexible Elektronik und insbesondere flexible Leiterplatten (PCB) ermöglicht. Dabei gilt für die genannten Anwendungen, dass eine möglichst dünne flexible Leiterplatte gegenüber dickeren Ausführungen zu bevorzugen ist, da geringere Gesamtdicken beispielsweise bei medizinischen Wearables zum Überwachen von Vitalparametern oder smarten Pflastern mit einem erhöhten Tragekomfort einhergehen.

Bei der Verwendung von Parylene zur Realisierung flexibler Leiterplatten vereint das Polymer drei verschiedene Funktionalitäten: Es fungiert als flexibles Substrat, als Dielektrikum zwischen den metallischen Umverdrahtungsebenen sowie als Verkapselungsschicht.

VORTRAG auf dem COMPAMED High-Tech Forum in Halle 13
Montag, 15. November 2021, 13:40 – 14:00 Uhr | Session Printed electronics and highly integrated next generation diagnostics
A fully biocompatible, ultra-thin and highly flexible printed circuit board based on Parylene for advanced medical wearables
Franz Selbmann, Fraunhofer ENAS

Ansprechpartner: Franz Selbmann

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Produktkategorie: Mikroaktorik

Piezoelektrische Aktoren und Sensoren für die Medizintechnik

Am Fraunhofer ENAS werden Mikrosysteme basierend auf piezoelektrischem Aluminiumnitrid (AlN) entwickelt. Als Aktuator- und Sensormaterial bietet AlN die Möglichkeit eines hohen Miniaturisierungsgrades. Die technischen Entwicklungen umfassen unter anderem AlN-basierte Mikroscanner mit integrierten Positionssensoren zur ein- bzw. zweidimensionalen Ablenkung von Laserstrahlen für den Einsatz in hochpräzisen, endoskopischen Systemen für die Medizintechnik. Dazu zählen nicht-destruktive Abbildungsverfahren, wie beispielsweise die Fluoreszenzmikroskopie oder die optische Kohärenztomographie (OCT) für eine minimal-invasive, endoskopische in vivo Diagnostik.

Ansprechpartnerin: Katja Meinel
microactuators

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Produktkategorie: Mikrosensorik

Fraunhofer-Leitprojekt »Theranostic Implants« - In-vivo Blutdruckmessung für Herz-Kreislauf-Patienten

Im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojektes »Theranostic Implants« wurden von 12 Fraunhofer-Instituten in enger Zusammenarbeit Technologien für zukünftige Implantate erforscht.

Ein Implantat zur in-vivo Blutdruckmessung wurde gemeinsam von Fraunhofer IMS und ENAS entwickelt. Das Gesamtsystem besteht aus einem Drucksensor, einem ASIC für das Daten- und Energiemanagement (beides vom Fraunhofer IMS) sowie einem Beschleunigungssensor zur Messung der Position des Patienten (von Fraunhofer ENAS) und einem Interposer als Basissubstrat. Der LTCC-Multilageninterposer mit 75 μm breiten Leitbahnen und 13 Einzellagen in einem von NIKKO (JP) hergestellten Stapel beinhaltet eine Spule zur induktiven Energieversorgung und Datenübertragung. Der ASIC und der MEMS-Beschleunigungsmesser werden auf dem Interposer entweder durch Flip-Chip-Bonden mittels Gold-Studbumps oder durch Die-Attach und Drahtbonden montiert. Zur biokompatiblen und hermetischen Verkapselung wurde ein Al2O3/Parylene-Dünnfilm-Mehrschichtkonzept verwendet. Für die Erprobung im funktionellen Betrieb wird das hochminiaturisierte System (Länge: 15 mm, Durchmesser: 3 mm) schließlich mit Silikon verkapselt.

Ansprechpartner: Dr. Mario Baum
microsensors

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Produktkategorie: Mikrosensorik

CMUT – Kapazitive mikromechanische Ultraschallwandler

Miniaturisierte, kapazitive Ultraschallwandler (CMUT) werden in Siliziumtechnologie hergestellt und ermöglichen das Senden und Empfangen von Ultraschallwellen verschiedenster Frequenzbereiche. Die CMUTs sind gegenüber piezobasierten Ultraschallwandlern für bestimmte Anwendungsfällen zu bevorzugen, da sie stark miniaturisiert und mit einer Ansteuerelektronik kombiniert werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Piezokeramik-basierten Ultraschallwandlern haben CMUTs eine große Bandbreite sowie eine niedrige akustische Impedanz. Außerdem ist die Leistungsfähigkeit der CMUTs im Vergleich zu piezobasierten Ultraschallwandlern weniger von der Umgebungstemperatur abhängig. In Bezug auf die Anwendungsbereiche ist die medizinische Bildgebung die Hauptanwendung für CMUT, aber diese Technologie findet auch in anderen Bereichen Anwendung (einschließlich Materialanalyse, zerstörungsfreie Prüfung, chemische Sensorik usw.).

Ansprechpartnerin: Dr. Nooshin Saeidi
microsensors

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Produktkategorie: Mikrosensorik

Projekt SENS-O-SPHERES - Drahtlose Energie- und Datenübertragung für miniaturisierte Messsysteme

Das Messsystem »Sens-o-Spheres« nimmt mittels miniaturisierter Messkügelchen Prozessparameter wie Temperatur, pH-Wert und Gelöstsauerstoffkonzentration in der Flüssigkeit des Bioreaktors auf und gibt diese per Funk an eine Verarbeitungsstation außerhalb des Bioreaktors weiter, die den laufenden Prozess in Echtzeit überwacht und ggf. nachregelt. Das Fraunhofer ENAS entwickelte in diesem Projekt ein spezielles RF-Kommunikationssystem, das für den geringen zur Verfügung stehenden Raum in den Kügelchen (Diameter 8mm) optimiert ist und eine Funkverbindung durch die Flüssigkeit zuverlässig gewährleistet. Parallel dazu entwarf das ENAS eine neuartige Energieübertragungsschnittstelle, die ein positionsunabhängiges Wiederaufladen des integrierten Akkus ermöglicht und somit eine ca. tausendfache Wiederverwendbarkeit der Messkügelchen erlaubt. Weitere Projektpartner dieses vom BMBF geförderten Projektes sind die SAAS GmbH, e-nema GmbH, IMST GmbH, Ökoplast GmbH und die TU Dresden.

Ansprechpartner: Dr. Christian Hedayat
microsensors

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Produktkategorie: Mikrooptik

Projekt M3 Infekt - Stufenlos abstimmbare optische Filter

Als Partner im M3Infekt-Konsortium entwickelt das Fraunhofer ENAS stufenlos abstimmbare und damit wellenlängenselektive Fabry-Pérot-Filter (FPF) mit großer optischer Apertur für den sichtbaren Spektralbereich von 450 nm bis 700 nm. Ziel dabei ist es, diese Filter mit einem Vision-On-Chip-(VSoC)-System, das vom Fraunhofer IIS/EAS entwickelt und bereitgestellt wird, zu kombinieren. Beim VSoC-System handelt es sich um einen Software-programmierbaren Bildsensor bestehend aus einer leistungsfähigen Kamerahardware und flexiblen Algorithmen, wodurch hohe Bildraten und kurze Reaktionsgeschwindigkeit bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme möglich werden. In Kombination mit dem FPF soll ein hyperspektrales Kamerasystem entstehen, das über die Auswertung der zeitlich aufgelösten hyperspektralen Bildinformationen eine Früherkennung und Überwachung von an COVID-19 erkrankten Patienten ermöglicht. Ausgewertet werden können zum Beispiel Atemfrequenz, Puls, Hautdurchblutung oder Farbveränderungen der Haut, was Rückschlüsse auf eine mögliche COVID-19-Erkrankung erlaubt. Das zu entwickelnde hyperspektrale Kamerasystem bietet dabei den Vorteil einer kontaktlosen Früherkennung und Überwachungsmöglichkeit, die sowohl in Kliniken, in Arztpraxen, in Alten- und Pflegeheimen oder in den eigenen 4 Wänden eingesetzt werden kann. Ebenso besteht die Möglichkeit, andere Infektionskrankheiten, die sich auf das Hautbild, die Atemfrequenz oder den Puls auswirken, durch die Anwendung künstlicher Intelligenz frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.

Ansprechpartner: Toni D. Großmann
microoptics

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Firmennews

Datum

Thema

15 Nov 2021

Fraunhofer ENAS stellt erfolgreich Parylene-basierte ultradünne und hochflexible Leiterplatten mit mehreren Umverdrahtungsebenen her

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS in Chemnitz entwickelten und fertigten erfolgreich flexible Leiterplatten von einer Gesamtdicke mit weniger als 20 Mikrometern und mehreren Umverdrahtungsebenen auf Basis des Polymers Parylene. Das Institut zeigt die neue Generation flexibler Leiterplatten diesen Herbst auf den beiden Fachmessen COMPAMED und SEMICON Europa.

Die Umsetzung innovativer smarter Anwendungen, wie medizinische Wearables, intelligente Klebebänder oder die strukturelle Überwachung von Leichtbaustrukturen durch integrierte Sensoren, wird durch flexible Elektronik und insbesondere flexible Leiterplatten (PCB) ermöglicht. Dabei gilt für die genannten Anwendungen, dass eine möglichst dünne flexible Leiterplatte gegenüber dickeren Ausführungen zu bevorzugen ist, da geringere Gesamtdicken beispielsweise bei medizinischen Wearables zum Überwachen von Vitalparametern oder smarten Pflastern mit einem erhöhten Tragekomfort einhergehen. Ebenso lassen sich flexible Sensoranordnungen zur Strukturüberwachung in Leichtbauteilen besser integrieren als dickere. Bei bestehenden Technologien für flexible Leiterplatten kumulieren sich die Gesamtdicken, insbesondere bei der Ausführung mit mehreren Metallisierungsebenen leicht auf mehrere 100 µm, was ihre Flexibilität und Integrierbarkeit begrenzt. Wissenschaftlern am Fraunhofer ENAS ist es jetzt gelungen eine ultra-dünne und flexible Leiterplatte mit mehreren Umverdrahtungsebenen herzustellen.

Entscheidend dafür war der Einsatz des Polymers Parylene, welches bei Raumtemperatur und damit ohne innere mechanische Spannungen abgeschieden wird. Es bietet eine gute mechanische Stabilität, auch bei geringen Schichtdicken. Gleichzeitig zeichnet es sich durch einen niedrigen Elastizitätsmodul aus, womit eine hohe Biegsamkeit einhergeht, die insbesondere auch bei niedrigen Temperaturen bestehen bleibt. Außerdem bietet Parylene eine vergleichsweise gute thermische Stabilität. Unter diesen Voraussetzungen konnte die Gesamtdicke der Parylene-basierten Leiterplatte extrem reduziert und gleichzeitig eine hohe Flexibilität realisiert werden.

Darüber hinaus bietet das Polymer weitere vorteilhafte Eigenschaften, die für den späteren Einsatz in ganz unterschiedlichen Anwendungen entscheidend sind. Dazu gehören ISO 10993 zertifizierte Biokompatibilität und Biostabilität, chemische Inertheit und damit Kompatibilität mit etablierten Mikrotechnologien, optische Transparenz, elektrische Isolierung und geringe Permeabilität.

Bei der Verwendung von Parylene zur Realisierung flexibler Leiterplatten vereint das Polymer drei verschiedene Funktionalitäten: Es fungiert als flexibles Substrat, als Dielektrikum zwischen den metallischen Umverdrahtungsebenen sowie als Verkapselungsschicht. Die Parylene-basierte, flexible Leiterplatte wird dabei mit Hilfe etablierter Mikrotechnologien hergestellt, sodass eine Vielzahl von Metallisierungstechnologien wie Sputtern oder additive Technologien sowie unterschiedliche Metalle für die Herstellung der Metallisierungsebenen verwendet werden können, wobei kleinste Dimensionen von bis zu 10 µm erreicht werden. Für die Realisierung von vertikalen Durchkontakten zwischen den metallischen Umverdrahtungsebenen wird das dazwischenliegende, nur wenige Mikrometer dicke Parylene-Dielektrikum strukturiert, wobei die entstehenden Vias wiederum mit verschiedenen Technologien gefüllt werden können. Die so hergestellten Parylene-basierten, flexiblen Leiterplatten können mit Gesamtdicken von unter 20 µm hergestellt werden – selbst, wenn mehrere Umverdrahtungsebenen enthalten sind.

Durch ihre einzigartigen Eigenschaften bietet diese neuen Generation ultradünner und hochflexibler Leiterplatte auf Basis von Parylene daher eine innovative Packagingplattform für neue smarte Anwendungen im Bereich der flexiblen Elektronik. Aufgrund der Biokompatibilität von Parylene selbst ist insbesondere die Herstellung einer vollständig biokompatiblen Leiterplatte möglich, wenn zusätzlich biokompatible Metalle wie Gold oder Titan gewählt werden.

Bereits auf der Smart Systems Integration Conference 2021, die im April online stattfand, wurde die Entwicklung im Beitrag »An ultra-thin and highly flexible multilayer Printed Circuit Board based on Parylene« vorgestellt.
Nun zeigt Fraunhofer ENAS zum ersten Mal live die Parylene-basierten Leiterplatten auf der COMPAMED vom 15. – 18. November 2021 in Düsseldorf und der SEMICON Europa vom 16. – 19. November 2021 in München.

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15 Nov 2021

Forschung für die Gesundheit: Mikro- und Nanotechnologien für moderne Diagnostikverfahren

Das Fraunhofer ENAS gehört innerhalb der Fraunhofer Gesellschaft zu den Instituten, die ihren Fokus auf technische bzw. technologische Aspekte, insbesondere auf die Nutzung von Mikro- und Nanotechnologien für einen Einsatz im Dienste der Gesundheit und in der Medizintechnik legen. Im Rahmen des Fraunhofer-internen Förderprogramms Fraunhofer vs. Corona sind drei Projekte gestartet worden, die einerseits die Auswirkungen der Pandemie einschränken und andererseits auch weitere Verwertungspotenzial neben Covid19 aufzeigen sollen.

DNA-Schnelltests zum Nachweis akuter Infektionen
Im Projekt CovMoTe bündeln fünf Fraunhofer-Institute ihre Kompetenzen zur Entwicklung eines neuartigen DNA-Schnelltests für den Nachweis akuter Infektionen basierend auf isothermaler Amplifikation. Die neuartige Methode wird dabei sowohl für Labore, mobile Testcenter als auch als miniaturisierter Vororttest realisiert. Obwohl PCR immer noch als Gold-Standard für DNA-Nachweis gilt, bietet die isothermale Amplifikation vor allem für Vorort-Tests eine technisch einfachere und robustere Nachweismethode. Das Fraunhofer ENAS entwickelt hierfür eine mikrofluidische Plattform, um den Test im Checkkartenformat verfügbar zu machen. Die mikrofluidische Kartusche enthält neben patentierten Mikropumpen auch Ventile und Heizelemente für die isothermale Amplifikation.

System zur berührungslosen Detektion von Zustandsverschlechterungen bei Infektionskrankheiten
Das Kooperationsprojekt M³Infekt bündelt Kompetenzen und Vorarbeiten von zehn Fraunhofer-Einrichtungen sowie klinischen Partnern und adressiert medizinische Lösungen in der Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten. Um häufig auftretende akute Zustandsveränderungen bei infizierten Patienten außerhalb von Intensivtherapiestationen schnell zu erkennen, können relevante Biosignale für die Erkennung akuter Zustandsverschlechterungen mit einem hyperspektralen Kamerasystem erfasst und analysiert werden. Dafür entwickelt das Fraunhofer ENAS in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IIS/EAS einen bildgebenden Hyperspektralsensor für die berührungslose Detektion des Pulses und der Sauerstoffsättigung im Blut in Kombination mit einer Bewegungsanalyse und Lokalisation der untersuchten Person.

Gedruckte Wearables zur Temperaturmessung
Die Körpertemperatur ist ein wesentlicher Indikator für das Infektionsgeschehen und kann bereits 72 Stunden vor dem Auftreten des eigentlichen Fiebers als Indikator für den Krankheitsverlauf genutzt werden. Im Projekt beforeFever kombiniert Fraunhofer ENAS konventioneller Drucktechnologien und beschichtet flexible Polymerfolien mit grafischen Indikatoren, für die kostengünstige Fertigung flexibler Wearables zur Temperaturmessung am menschlichen Körper. Diese kostengünstigen Messstreifen eignet sich daher sehr gut für einen Einsatz auch in unterversorgten Regionen bzw. bei sehr hohen Patientenzahlen.

 

 

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Über uns

Firmenporträt

Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS bündelt im Geschäftsfeld »Technologies and Systems for Smart Health« abteilungsübergreifend die FuE-Aktivitäten mit medizinischem, biologischem und lebenswissenschaftlichem Hintergrund.
Der Fokus unserer Entwicklungen liegt auf den technischen bzw. technologischen Aspekten, insbesondere auf der Nutzung von Mikro- und Nanotechnologien für einen Einsatz im Dienste der Gesundheit und insbesondere in der Medizintechnik. Die medizinische Kompetenz wird mit Hilfe von Partnern, Beratern und externen Experten ergänzt.
Das Geschäftsfeld adressiert folgende Themenfelder:
  • Implantate
  • Medizingeräte
  • Messtechnik und Analytik